Kunst » Asiatische Unvertrautheit Caravaggios mit so großen Leinwänden und die Verteilung der Heiligengeschichte auf gegenüberliegende Wände. Das Originalaltarbild wurde durch ein zweites ersetzt, die gründliche Umarbeitung des Ganzen dürfte bis 1603 gedauert haben, dennoch wurde die Kapelle 1601 bereits geöffnet. Kunst » Asiatische In diesen Jahren malte er auch das Martyrium des hl. Petrus und die Bekehrung Pauli für Sta Maria del Popolo (1600/01). Sie sind kleiner im Format als die Arbeiten für S. Luigi, mit viel weniger und im Verhältnis größeren Figuren, aber in dramatischerem Helldunkel gehalten. Beide Bilder wurden von der Geistlichkeit ebenfalls zurück-gewiesen und durch weniger umstrittene Werke ersetzt. Drei weitere große Altarblätter wurden heftig kritisiert: Kunst » Asiatische Die Madonna di Loreto, die Hl. Anna selbdritt und der Tod Mariae. Begründung für die Einwände war auch hier immer wieder Unschicklichkeit: Die verschwitzte Kleidung und die schmutzigen Füße der Pilger auf der Loretomadonna, das nackte Kind und die bäuerlichen Züge Marias und der hl. Anna, die gewöhnlichen Bauern-typen der Apostel, die plumpe Figur der toten Maria er-regten Entrüstung. Die Kunst » Asiatische Opposition gegen Caravaggios Werke von seiten der Spätmanieristen der Akademie, z.B. von ZUCCARI, richtete sich gegen seinen lebendigen Realismus, seine Verwendung zeitgenössischer Kleidung und Ausstattung für Heiligenbilder, seinen Verzicht auf Idealisierung ihrer Züge, seine unmittelbare und einfache Auffassung, sein neuartiges HELLDUNKEL (»Kellerlicht«), seine Liebe fürs Detail, Stileigentümlichkeiten, die, ob-wohl sie im Einklang mit den Kunsttheorien der Gegenreformation Kunst » Asiatische standen, doch den künstlerischen Absichten etwa der CARRACCI radikal widersprachen. Doch alle diese abgelehnten Bilder wurden von Kardinälen und Adeligen gekauft, die über den Vorwurf der Sensationshascherei oder Unaufrichtigkeit erhaben waren. Caravaggios Ruf als enfant terrible und Raufbold nahm zu: 1603 erhob Baglioni (sein späterer Biograph) Klage gegen ihn wegen der zotenhaften Verse, die unter seinem Namen im Umlauf waren, es kam zu vielen heftigen Zusammenstößen mit der Polizei wegen seines zügellosen Temperaments. Seine römische Karriere endete jäh und ruhmlos im Jahre 1606. Bei einem Tennisspiel stritt er sich mit seinem Partner und erstach ihn. Er floh nach Neapel, malte dort einige Bilder, mußte aber 1607 seine Flucht nach Malta fortsetzen. Kunst » Asiatische
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