Akademie Algardi Stillleben Akademie in Rom (1666), welche die besten Schüler zur weiteren Ausbildung aufnehmen sollte; PoussIN war aus-ersehen, der Akademie vorzustehen, doch er starb 1665. Ihre höchste Blütezeit erlebte die Französische Akademie wohl unter LEBRUN, der 1683 Direktor wurde. In ihrer Doppelfunktion als staatliche Schule mit einer nach Arbeitsgebieten streng geordneten Hierarchie (Historienmalerei an erster Stelle, dann Porträtmalerei, zuletzt Landschafts- und Genremalerei) und dem ausschließlichen Recht ihrer Absolventen, öffentlich ausstellen zu dürfen, wurde sie Vorbild für die meisten Akademien, die im 17. und 18. Jahrhundert entstanden. Diese Stillleben jedoch übten in der Mehrheit bis nach der Mitte des 18. Jahrhunderts einen nur geringen Einfluß aus. Erst in der zweiten Häfte des 18. Jahrhunderts wurden Akademien aller Art fester Bestandteil des öffentlichen geistigen Lebens. In Deutschland wurden zwischen 1650 und 1750 vier Akademien gegründet: in Nürnberg 1674/75 die »Teutsche Akademie der 'edlen Bau-, Bild- und Malereykünste«von Joachim von SANDRART; in Dresden 1680 die Akademie von Samuel Bottschild, eine private Einrichtung, für die 1705 August der Starke das Patronat über-nahm; in Augsburg war Johann Sigmund Müller der Gründer; in Berlin wurde auf Betreiben des Kurfürsten Friedrich III. 1697 die Kunstakademie ins Leben gerufen, eine »recht wohlgeordnete Akademie oder Kunst- |