Kunst » Christliche » Schnitzer mit satirischer Tendenz, die bis in alle Einzelzüge durchempfundene Welt der Bauern dar. Der alte Zuname Bauernbruegel leitet sich von dieser zum ersten-mal umfassend dargestellten Welt her; er weist nicht auf die Herkunft Bruegels, der ein humanistisch gebildeter, enzyklopädischer Geist war und die Freundschaft der Humanisten seiner Umgebung sowie die Gunst Kardinal Granvellas, des kaiserlichen Beauftragten, genoß. Rudolf II. erwarb später viele seiner Bilder. Einige Bilder Bruegels — etwa der Bethlehemitische Kindermord — Kunst » Christliche » Schnitzer hat man als versteckte kritische Anspielungen auf die spanische Inquisition und auf die Unterwerfung der Niederlande verstanden, und aus der Tatsache, daß er 1563 von Antwerpen nach Brüssel zog, ist geschlossen worden, er habe einer ketzerischen Sekte angehört und die Verfolgung gefürchtet; dem steht aber die Förderung durch Kardinal Granvella entgegen; Brüssel war zudem die Hochburg des orthodoxen Glaubens und Sitz der Regierung. Seine große Folge der Monatsbilder besteht aus fünf Kunst » Christliche » Schnitzer Gemälden (heute in Wien, Prag und New York), die, bis auf eines, mit der Jahreszahl 1565 datiert sind. Ungleich früheren Werken, etwa dem Sturz der ungehorsamen Engel (1562) oder der Tollen Grete (1562?), sind sie nicht moralischen Inhalts; sie zählen zu den bedeutendsten Landschaftsbildern des Zeitalters. Bruegel verleugnet hier den Einfluß von PATINIER und besonders von TIZIAN nicht, aber durch sein Gefühl für die Natur und für die Beziehung des Menschen zu seiner Umgebung übertrifft Kunst » Christliche » Schnitzer er beide. Die beste Bruegel-Sammlung befindet sich in Wien (15 Katalognummern); weitere Bilder in Antwerpen (Mayer van den Bergh), Berlin (Zwei an-gekettete Affen, 1562), Boston (Museum), Brüssel, Budapest, Darmstadt, Detroit, London (National Gallery), Madrid (Prado), München (Im Schlaraffenland, 1567), Neapel, Paris (Louvre), Philadelphia, Rom (Doria), Rotterdam, Upton House (National Trust) und Washington (National Gallery). Abb. 389, 390, S. 381. Kunst » Christliche » Schnitzer Bruegel, Pieter d. J., gen. Höllenbruegel (Brüssel um 1564 — das. 1638); er war der Sohn Pieters d. Ä. und ahmte häufig dessen Werke nach, wurde der Lehrer Kunst » Christliche » Schnitzer |