Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein der Schlacht von Waterloo floh er in die Schweiz. Davids Werk vereinigt in sich mehrere gegensätzliche Züge — vom strengen Klassizismus seiner Frühzeit entfernte er sich in seinen Napoleon-Bildern und näherte sich in der Verwendung von Farbe und Licht den Venezianern. In seinen gleichzeitig und später entstandenen Gemälden mit klassischen Motiven konzentriert er sich auf die Zeichnung und Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein entwickelt einen antikisierenden Stil, der zur venezianischen Tradition im Widerspruch steht. Seine Bildnisse sind äußerst präzise und realistisch; die späteren klassischen Gemälde zeigen ein Stilgefälle zum Gefällig-Süßlichen hin; das mag dem Einfluß des selbstgewählten Exils zuzuschreiben sein, das ihn von der stimulierenden Auseinandersetzung mit den Ideen der aufbrechenden ROMANTIK abschnitt. David war ein bedeutender Lehrer, GERARD, GIRODET, GROS und INGRES zählten zu seinen Schülern. Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein Die meisten seiner großen Gemälde sind in Paris (Louvre, Petit Palais, Jacquemart-Andre und 1;cole des Beaux-Arts); weitere Bilder in Aix-en-Provence, Algier, Angers, Avignon, Berlin (Schloß Charlottenburg), Besanfon, Boulogne, Buffalo/ New York, Cambridge/Mass. (Fogg), Cherbourg, Cincinnati, Cleveland/Ohio, Detroit, Hartford/Conn., Kansas City, Le Malis, Lille, Lyon, Montauban, Montpellier, New York (Metropolitan, Rockefeller Institute for Medical. Research), Northampton/Mass. (Smith College), Rom (Museo Napoleonico), Rouen, Springfield/Mass., Troyes, Versailles, Washington (National Gallery) und Wien (Belvedere). Abb. 742, 744, S. 436. Deckfarbe. Wasserfarbe, die, um sie undurchsichtig zu machen, mit Weiß gemischt wird. Deshalb ist sie identisch mit GOUACHE. Deckfarbe wird von den Künstlern häufig für Zeichnungen auf getöntem Papier oder für Wasserfarben gebraucht, um Glanzlichter zu setzen oder die Lokalfarbe mit besonderen Akzenten zu versehen. Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein Deesis. Darstellung des thronenden Christus mit Maria und Johannes zu beiden Seiten. Das Motiv ist byzantinisch, doch die bedeutendste Deesis malte van EYCK auf dem Genter Altar. Man findet sie oft auch als zentrale Gruppe auf Bildern vom Jüngsten Gericht. Defregger, Franz von (Ederhof b. Steinach/Tirol 1835 — München 1921), österr. Maler; bedeutender Genremaler. Er war Schüler der Münchener Kunstgewerbeschule, studierte 1863/64 an der Academie Julian, wurde aber von den modernen Franzosen nicht beeinflußt. Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein 1864—1870 arbeitete er gemeinsam mit MAKART und Gabriel Max im Atelier PILOTYS. Seit 1878 war er Professor der Akademie in München. Zunächst malte er unter Pilotys Einfluß HISTORIENBILDER, später wandte er sich anekdotischen Schilderungen aus dem bäuerlichen Leben zu. Bilder von ihm befinden sich u. a. in Berlin (Der Salontiroler, 1882; Der Schmied von Kochel, 1882), Dresden (Abschied von der Sennerin, 1877), Leipzig (Das Tischgebet, 1875) und Wien (Letztes Aufgebot, 1874). Degas, Edgar (Paris 1834 — das. 1917), franz. Maler und Graphiker; er stammte aus einer wohlhabenden Familie und studierte an der Ecole des Beaux-Arts bei einem Schüler von INGRES. Er kannte Ingres und bewunderte ihn. Seine ersten Arbeiten, Familienbildnisse und historische Gemälde, lassen einen Maler in der Tradition der Akademie und Ingres' Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein erwarten. In den späten sechziger Jahren jedoch entwickelte er einen vermutlich von MANET und WHISTLER beeinflußten Stil. Er kannte Manet gut, BAZILLE, Berthe MoRISOT und TIssoT eben-falls, und er wurde ständiges Mitglied des Kreises um Manet, zu dem auch FANTIN-LATOUR, RENOIR, Constantin, Guys, CEZANNE, MONET, SISLEY und PISSARRO gehörten. Während des Deutsch-Französischen Krieges blieb er in Paris, 1872/73 besuchte er Verwandte in Orleans. Hier malte er nur wenige Werke, aber diese und die Bilder, die nach der Rückkehr nach Paris entstanden, sind in Ausschnitt, Aufbau und Gegenstand ungewöhnlich eigenwillig und den IMPRESSIONISTEN angenähert. 1870 hatte er im SALON ausgestellt, 1874 beteiligte er sich an der ersten Impressionistenausstellung, an den nächsten sechs Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein ebenfalls. Seine Werke waren der Öffentlichkeit immer im Zusammenhang mit den Impressionisten zugänglich (und wurden oft genug verhöhnt und lächerlich gemacht) oder durch seinen Agenten, Durand-Ruel, dessen Zurückhaltung und Vorsicht Degas fast ruiniert hätten. Im Gegensatz etwa zu Monet und anderen besaß er allerdings ein privates Einkommen, das ihn unabhängig machte vom Verkauf seiner Bilder, und er hatte wenig Verständnis dafür, daß seine Freunde oft bei von ihm organisierten Gruppenausstellungen fehlten, und in der Hoffnung, Käufer zu finden, ihre Bilder im 66 Delacroix Delacroix Salon zeigten. Degas hat immer die Zeichnung, die Kontur und Form seiner Arbeiten, mehr interessiert als die reine Farbe. Mit den Impressionisten verband ihn Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein weniger die Behandlung der Farb- und Lichteffekte als das Streben nach neuer Gestaltung, der Bruch mit der Tradition. Seine ersten Tänzerinnen malte er um 1873, und von da an wurden Balletteusen, Frauen bei der Toilette oder im Bad und Kabarettisten seine Hauptthemen. Er hielt die Ereignisse und Gebräuche seiner Umwelt fest und betrachtete sie, als stammten sie aus einer anderen Welt; seine Figuren sind Materie, mittels dessen er seine Beobachtungen in Licht, Farbe und Form umsetzte, sie dienten ihm wie Olfarbe und PASTELL. Degas war einer der bedeutendsten Erneuerer und Experimentatoren auf dem Gebiet der. Maltechnik. Er kannte die überlieferten Techniken der Ölmalerei so genau, daß er es sich leisten konnte, unzählige Versuche mit den Kunst » Comics und Karikaturen » Uli Stein |