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Kunst » Comics und Karikaturen Augsburg. Er hat in Ulm gelernt, sein Hauptwerk ist das Chorgestühl der Fuggerkapelle in St. Anna in Augsburg (1509–1518). Daucher stand zunächst dem Ulmer Syrlin nahe, später fanden in seine Kunst Elemente der RENAISSANCE Eingang, die auf seine Kenntnis der Kunst Italiens und besonders Venedigs schließen lassen.
Daumier, Honord (Marseille 1808 – Valmondois 1879), franz. Maler, Zeichner, Lithograph und Bildhauer; er arbeitete als Karikaturist der politisch-satirischen Zeitschrift »La Caricature« (gegründet 1830) und wurde 1832 gefangengesetzt, weil er König Kunst » Comics und Karikaturen Louis-Philippe als Gargantua dargestellt hatte. Als die Zeitschrift 1835 verboten wurde, wechselte er zur Tageszeitung »Le Charivari« und schuf für dieses Blatt und andere Zeitungen mehr als 4000 LITHOGRAPHIEN, hauptsächlich bittere und scharfe politische und soziale Satiren. Neben Aquarellen und Pinselzeichnungen mit Szenen aus den Gerichtshöfen und dem Alltagsleben zeichnete er etwa 1000 Buchillustrationen für den Holzschnitt. Für seine Kunst » Comics und Karikaturen
großen Ölgemälde aus den Jahren 1862–1868, von denen viele den Themenkreis um Don Quichote behandeln, sind lockerer Aufbau, genaue Pinselführung und die Vorliebe für HELL-DUNKEL-Kontraste bezeichnend; sie zeigen Daumier als bedeutenden Vertreter der ROMANTIK und als Wegbereiter des modernen REALISMUS. Sein bildhauerisches Werk umfaßt eine Reihe kleiner aus Ton modellierter Büsten sowie eine Statuette und ein Relief. Daumier erblindete im Alter und wurde von COROT finanziell unterstützt. Baudelaire zählte Daumier mit INGRES und DELACROix zu den bedeutendsten Zeichnern des Jahrhunderts. Die Lithographien, deren unübertroffener Meister er im 19. Jahrhundert ist, entwickelte Daumier zu einer eigenständigen Kunstform von Kunst » Comics und Karikaturen höchster Ausdruckskraft. Arbeiten Daumiers befinden sich in Baltimore (Museum, Walters), Boston (Museum), Cambridge/Mass. (Fogg), Cardiff, Glasgow, London (National Gallery, British Museum, Victoria and Albert, Tate, Courtauld), Montreal, New York (Metropolitan, Brooklyn), München (Das Drama), Ottawa, Paris (Louvre, Petit Palais), Philadelphia (Museum), Washington (National Gallery, Corcoran, Phillips) u. a. Abb. 782, 783, S. 442.
David, Gerard (Oudewater um 1460 – Brügge 1523), niederl. Maler; seit 1484 in Brügge nachweisbar. Er war der letzte bedeutende Brügger Meister der altniederländischen Schule, seine farblich fein abgestuften, undramatisch-feierlichen Bilder sind im Stil des Kunst » Comics und Karikaturen 15. Jahrhunderts gemalt, einem Stil, der noch zu Davids Lebzeiten von der italienisierenden Malweise der SCHULE VON ANTWERPEN abgelöst wurde, gleichzeitig mit dem Ende der Handelsblüte Brügges und dem Aufstieg Antwerpens. David übersiedelte vermutlich nach Antwerpen und wurde 1515 in die dortige GILDE aufgenommen, aber 1521 war er wieder in Brügge ansässig. Sein einziges gesichertes Bild ist eine Madonna im Kreise von Heiligen (SACRA CONVERSAZIONE) in Rouen aus dem Jahre 1509. Zwei Gerechtigkeitsbilder, die Schindung des Sisamnes und das Urteil des Kambyses, von 1498 (Brügge), werden ihm sicher zugeschrieben; andere Zuschreibungen in Amsterdam (Rijksmuseum), Antwerpen, Berlin (Kreuzigung Christi), Brüssel, Chicago, Cleveland, Denver, Detroit, Dublin, Kunst » Comics und Karikaturen Edinburgh, Escorial, Florenz (Uffizi), Frankfurt (Städel), Granada, Greenville/South Carolina, London (National Gallery), Madrid (Prado), München (Abschied Christi von Maria; Anbetung der Könige), New York (Metropolitan, Frick), Paris (Louvre), Philadelphia (Johnson), St. Louis, Stockholm, Toledo/Ohio, Washington (National Gallery) und Wien (Die Heilige Nacht; Michaelsaltar; Bildnis eines Goldschmiedes) . Abb. 349, S. 377.
David, Jacques-Louis (Paris 1748 – Brüssel 1825), franz. Maler; Begründer und bedeutendster Vertreter des KLASSIzISMUS in Frankreich. Er stand zunächst unter dem Einfluß von BOUCHER, war 1765 Schüler von VIEN, gewann 1774 den Rompreis, besuchte 1775 mit Vien Rom und blieb dort bis 1781. Ganz unvermittelt gab er Bouchers RoKOKO-Stil auf und Kunst » Comics und Karikaturen wandte sich dem reinen Klas-
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David Degas
sizismus zu; gleichzeitig übernahm er das HELLDUNKEL CARAVAGGIOS. 1782 wurde er Mitglied der französischen Akademie, 1784 kehrte er nach Rom zurück und malte den Schwur der Horatier (1785; Paris, Louvre), ein Bild, das in Rom und im Pariser SALON von Kunst » Comics und Karikaturen 1785 Aufsehen und Beifall erregte. Es ist wohl überhaupt das bedeutendste Gemälde des französischen Klassizismus: einfach und streng in der Bildordnung, konsequent im Prinzip, die Farbe der Zeichnung unterzuordnen. Später malte David noch andere großformatige Bilder, die klassische und republikanische Tugenden verherrlichten. Während der Revolution wurde er Deputierter und stimmte für die Hinrichtung Ludwigs XVI.; er wurde mit der Oberaufsicht über die bildenden Künste beauftragt, er plante riesige Propagandaveranstaltungen, z. B. ein Fest der Vernunft, schaffte die Akademie ab und war an der Gründung eines Instituts, das sie ersetzen sollte, beteiligt. Auch malte er Bildnisse zur Erinnerung Kunst » Comics und Karikaturen an die Opfer der Revolution, an Lepelletier de Saint Fargeau und an Marat (Der ermordete Marat, 1793; Brüssel, Königliche Museen). Nach dem Sturz Robespierres wurde er verhaftet. Seine Schüler und seine Frau erwirkten die Freilassung. 1798/99 malte er den Raub der Sabinerinnen (Paris, Louvre). 1798 begegnete er Napoleon und wurde sein glühender Anhänger. Napoleon bediente sich des großen Malers zur Verherrlichung seiner Ideen und Pläne, und David malte ihn immer wieder : Napoleon auf dem Großen Sankt Bernhard, die überdimensionale Krönung Napoleons (1805—1807; Paris, Louvre) mit mehr als hundert Porträts von Herren und Damen des Hofes, Bildnisse des Kaisers. Nach Kunst » Comics und Karikaturen
 
Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix Beispiel für seine Kunst. Von seinen Wandmalereien sind die kraftvollen, bewegten Fresken in Sta Croce in Florenz erhalten; Arbeiten von ihm in Baltimore, Berlin, (Maria mit Kind; Flügelaltar mit einer Krönung Mariens), Boston (Museum, Gardner), Cambridge/Mass. (Fogg), Florenz, Edinburgh, London (Besitz des englischen Königshauses, Wallace), New York (Metropolitan, Historical Society), Paris (Louvre, Musde d'Arts Ddcoratifs), Philadelphia (Johnson), im Vatikan, in Washington (National Gallery) und York. Abb. 25, S. 326.
Dahl, Johann Christian (Bergen 1788 — Dresden 1857), norweg. Maler; bedeutender Landschafter. Seit 1811 war er Schüler der Kopenhagener Akademie, seit 1818 arbeitete er in Dresden, war mit Caspar David FRIEDRICH befreundet und wurde von ihm auch Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix künstlerisch beeinflußt. 1820/21 unternahm er eine Studienreise nach Italien, 1824 erhielt er einen Ruf als außerordentlicher Professor an die Dresdener Akademie. 1826 bereiste er Norwegen, 1847 war er in Paris. Seine norwegischen und deutschen Landschaften weisen durch realistische Naturbeobachtung über nur romantisches Empfinden hinaus. Am besten vertreten ist er im Museum seiner Heimatstadt Bergen und im Nationalmuseum Oslo. Dresden besitzt eine gute Sammlung von neun Bildern, darunter einen Blick auf Dresden bei Vollmondschein, 1839, und eine Norwegische Landscaft (Brandung).
Dahl, Michael (Stockholm 1656 — London 1743), schwed. Maler; er war der einzige ernsthafte Rivale KNELLERS. Vermutlich kam er um 1682 nach London; 1685 reiste er nach Paris, Rom, Venedig und Neapel; über Frankfurt kehrte er nach London zurück und ließ sich 1689 dort nieder. Seine lange Laufbahn war sehr erfolgreich. Sein Stil ist gefälliger, seine Farbe wärmer als die Knellers. Arbeiten von ihm befinden sich in London (National Portrait Gallery, National Maritime Museum, Dulwich), englischen Provinzmuseen und in Stockholm. Abb. 820, S. 447. Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix
Dali, Salvador (geb. Figueras/Katalonien 1904), span. Maler; studierte an der Kunstakademie Madrid, schloß sich dem KUBISMUS an und wurde, von CHIRICO beeinflußt, einer der führenden Vertreter des SURREALISMUS. Auf seinen oft großformatigen Bildern vereinigt er in weiträumigen perspektivischen Landschaften realistisch dargestellte, aber durch traumähnliche Kombinationen verfremdete Gegenstände und Gestalten zu einer surrealen, phantasmagorischen Ordnung. Vertreten in Basel, Glasgow, New York und vielen amerikanischen Museen. Abb. Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix 1054, S. 477.
Dannecker, Johann Heinrich von (Stuttgart 1758 — das. 1841), dt. Bildhauer; bedeutender Meister des KLASSI-zlsMUS. 1783 arbeitete er bei PAJOU in Paris, 1785 war er in Rom und nahm Kontakt mit CANOVA auf, seit 1790
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war er Professor an der Karlsakademie in Stuttgart. Seine Hauptwerke sind Bildnisbüsten u. a. von Schiller, mit dem er befreundet war. Am besten vertreten ist er in Stuttgart.
Danti, Vincenzo (Perugia 1530 – das. 1576), it. Bildhauer und Goldschmied; er stand sehr unter dem Einfluß von MICHELANGELO. Seine erste Arbeit ist das Bronzedenkmal Papst Julius' III. (1555; Perugia); später arbeitete er vor allem in Florenz. Er vollendete SANSOVINOS Taufe Christi im Baptisterium. Die Enthauptung Johannes' des Täufers im Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix Baptisterium ist eine eigene Arbeit. Andere Plastiken von ihm befinden sich in Florenz, u. a. im Bargello. Abb. 165, S. 349.
Daret, Jacques (Tournai um 1400 – zuletzt 1468 in Brügge nachweisbar), niederl. Maler; 1427 wurde er Lehrling bei Robert CAMPIN, 1434/35 malte er sein Hauptwerk, den Altar des Klosters St. Vaast in Arras, dessen vier erhalten gebliebene Tafeln sich heute in Berlin (Anbetung der Könige; Heimsuchung Mariae), im Petit Palais in Paris und in der Sammlung Thyssen, Lugano, befinden. Sie sind vom Stil des MEISTERS VON FLkMALLE beeinflußt. Das unterstützt die These, daß der Meister von Flemalle und Campin identisch sind. Abb. 333, S. 374.
Daubigny, Charles-Franois (Paris 1817 – das. 1878), franz. Maler und Radierer; er war vor allem Landschaftsmaler und stand der Schule von BARBIZON nahe. 1836 war er in Italien, später bereiste er England, Spanien und Holland. COROT war sein Freund, Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix MONET bewunderte ihn, und so bildete er ein Verbindungsglied zwischen den IMPRESSIONISTEN und ihrem Vorläufer : der Schule von Barbizon. Er ist vertreten in Aberdeen, Boston, Edinburgh (National Gallery), Glasgow, Köln (Wiese mit blühenden Obstbäumen), London (National Gallery, Tate), Montreal, New York (Metropolitan), Washington und französischen Provinzmuseen. Abb. 758, S. 439.
Daucher, Adolf (Ulm um 1460 – Augsburg um 1523), dt. Bildhauer; Hauptmeister der Frührenaissance in Augsburg. Er hat in Ulm gelernt, sein Hauptwerk ist Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix das Chorgestühl der Fuggerkapelle in St. Anna in Augsburg (1509–1518). Daucher stand zunächst dem Ulmer Syrlin nahe, später fanden in seine Kunst Elemente der RENAISSANCE Eingang, die auf seine Kenntnis der Kunst Italiens und besonders Venedigs schließen lassen.
Daumier, Honord (Marseille 1808 – Valmondois 1879), franz. Maler, Zeichner, Lithograph und Bildhauer; er arbeitete als Karikaturist der politisch-satirischen Zeitschrift »La Caricature« (gegründet 1830) und wurde Kunst » Comics und Karikaturen » Asterix und Obelix