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Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko Domenico übte wohl auf die zukünftige Malerei durch seinen Nachfolger größeren Einfluß aus als mit seinen eigenen Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko Florentiner Arbeiten. Ihn interessierte das Zusammenspiel von Licht und Farbe, ganz im Gegensatz zu den Florentinern, die sich vor allem mit Zeichnung und Linie beschäftigten. Jüngste Forschung hat Domenico den größten Einfluß nach MASACCIO zugeschrieben; es gibt jedoch nur zwei signierte Bilder von ihm und kaum ein halbes Dutzend halbwegs gesicherte Zuschreibungen. Sein frühestes erhaltenes Werk ist die Madonna mit dem Kind und zwei Heiligen von einem Tabernakel (London, National Gallery). Diese beiden Freskenfragmente sind in schlechtem Erhaltungszustand, aber das Madonnenbild ist bezeichnet. Der Sta-Lucia-Altar, sein Hauptwerk, ist ebenfalls signiert. Domenico malte ihn für eine Kirche in Florenz, er ist zerstückelt: Das Mittelbild, die Madonna mit Heiligen, eine der frühesten SACRE CONVERSAZIONI, hängt in den Uffizien. Die Predellenteile sind in Berlin, Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko Cambridge (Fitzwilliam), Washington (National Gallery) und in Privatbesitz. Es gibt eine Hypothese, nach der er vor diesem Altar die untere Hälfte von Fra ANGELICOS Marienkrönung (Paris, Louvre) gemalt haben soll und nach dem Sta-Lucia-Bild von CASTAGNO zu dem Fresko der Hll. Johannes und Franziskus (Florenz, Sta Croce) angeregt wurde. Beide Theorien sind unbewiesen. Domenico zugeschriebene Werke sind in Berlin (Teile eines Altärchens mit den Darstellungen der Tugenden des Ordo Servorum B. Mariae Virginis: Das Ordensgelübde der Armut und des Gehorsams), Boston
70 Donatello Donauschule, Donaustil
(Gardner), New York (Metropolitan) und Washington (National Gallery). Abb. 73, S. 333.
Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko
Donatello, eigentlich Donato di Niccolb di Betto Bardi (Florenz um 1386 — das. 1466), it. Bildhauer; Hauptmeister der Frührenaissance. Er war unbestritten der bedeutendste Florentiner Bildhauer vor MICHELANGELO und der einflußreichste und eigenwilligste Künstler des 15. Jahrhunderts. Er hat auf viele Florentiner Maler des späteren 15. Jahrhunderts gewirkt, ebenso auf die Schule von Padua, und durch die BELLINIS und MANTEGNA reichte sein Einfluß auch bis nach Venedig. Alle späteren Bildhauer, Michelangelo eingeschlossen, sind ihm verpflichtet; der heroische Stil seiner Plastiken hat das Bild des Florenz des 15. Jahrhunderts geprägt. Donatello war ein Schüler GHIBERTIS und arbeitete 1403 an den Türen des Baptisteriums mit; 1406 verließ er seinen Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko Meister und war gemeinsam mit NANNI Dl BANCO am Dom tätig; während der nächsten dreißig Jahre war er immer wieder am Dom beschäftigt. Aus den Jahren 1408/09 stammt der marmorne David (1416 überarbeitet; Florenz, Bargello), der noch ganz in der gotischen Tradition steht. Donatellos heroischer Stil kündigt sich zuerst im Hl. Markus (1411/12; Florenz, Or San Michele) und Hl. Johannes Evangelista (1413—1415; Florenz, Dom) an. Mit diesen beiden Arbeiten begründete er seinen Ruhm. Er schuf damit ein neues Menschenbild, ein Ideal, das alle Qualitäten der Frührenaissance einschließt. 1415 begann er mit der Arbeit an den Statuen für den Campanile, von 1416 bis um 1420 schuf er den Hl. Georg für Or San Michele (jetzt im Bargello). Der Heilige verkörpert den christlichen Helden, der eine noch stärkere Ausprägung im Halbrelief Der hl. Georg mit dem Drachen (Or San Michele) erfährt. Es ist das f Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko rüheste datierbare Werk (um 1417), bei dem ein Künstler das neue Prinzip der PERSPEKTIVE nutzte und seine Figuren in einen genau bestimmten, meßbaren Raum stellte: Die Vollendung des Werkes fiel zeitlich wahrscheinlich mit den zur Entdeckung der Perspektive führenden Studien BRUNELLE-scxlS, Donatellos Freund, zusammen; Donatello nimmt damit die Kunst MASACCIOS um viele Jahre vorweg. Um 1425 wurde er Partner des Architekten und Bildhauers MICHELOZZO; in Gemeinschaftsarbeit mit ihm entstanden 1427 das Grabmal des Gegenpapstes Johannes' XXIII. (Florenz, Baptisterium) und das Grabmal des Kardinals Brancacci (Sant' Angelo a Nilo, Neapel). Im selben Jahr vollendete er das Bronzerelief mit dem Tanz der Salome am Taufbrunnen des Baptisteriums in Siena. Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko Mit dem Grabmal Johannes' XXIII. schuf Donatello einen Typus des Wandgrabes (der Tote auf der Bahre liegend), der zwar nicht ohne Vorbilder war (ARNOLFO DI CAMBIO), der aber für die späteren Florentiner Meister (die Brüder ROSSELLINI, DESIDERIO) maßgebend wurde. Im Marmorrelief des Brancacci-Grabes und im Bronzerelief der Salome vereinigte Donatello die künstlerischen Möglichkeiten des Flachreliefs (rilievo schiacciato) und die neuen Erkenntnisse der Perspektivkunst zu einem lebendigen, dramatischen Ganzen. (Die Himmelfahrt im Londoner Victoria and Albert Museum ist ein weiteres Beispiel aus
dieser Zeit.) Von 1431 bis 1433 war er, wahrscheinlich gemeinsam mit Brunelleschi, in Rom, wo er sich dem Studium der antiken Bauwerke und Statuen widmete. Sein späteres Werk ist vom Geist der Antike durchdrungen, den er tiefer als irgendein anderer Künstler des Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko
15. Jahrhunderts erfaßte, ausgenommen vielleicht Mantegna. Wahrscheinlich nach seiner Rückkehr nach Florenz schuf er die wahrhaft klassische Bronzestatue des David (Florenz, Bargello), den ersten Akt der RENAISSANCE. Wenig später wurde er mit der Sängertribüne für den Dom in Florenz (1433—1439, heute im Dommuseum) beauftragt, als dem Seitenstück zu Luca della ROBBIAs bereits begonnener marmorner Sängerkanzel im Dom. In diesen Jahren schuf er auch das Puttenrelief der Außenkanzel des Dorns in Prato, die vollendete Ausstattung der Alten Sakristei von S. Lorenzo in Florenz und die Bronzetüren, die nicht so anspruchsvoll konzipiert sind wie die Ghibertis, jene aber in der Schilderung des menschlichen Charakters Kunst » Dekoration » Weihnachtsdeko