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Kunst » Dekoration verschiedensten Mitteln und Farbmischungen zu machen: mit Terpentin verdünnte Olfarbe, bei der das 01 mit einem Löschpapier zum Teil herausgezogen wurde (peinture ä l'essence), Pastelle mit übereinander aufgetragenen Schichten, Wasserfarben oder terpentinverdünnte Ölfarben, Gouache, Eiertempera, Zeichnung, RADIERUNG, MONOTYPIE, LITHOGRAPHIE, AQUATINTA und Zeichnung auf allen möglichen Materialien. In seiner späteren Schaffenszeit war Pastell seine bevorzugte Technik, sein Gesichtskreis weitete sich, Kunst » Dekoration und so wurden auch Komposition und Farbgebung seiner Bilder freier und vielseitiger. Es gibt auch 70 Plastiken,von ihm. Sie entstanden in den Spätjahren — Ballettänzerinnen, Figuren in Bewegung, ursprünglich alle in Wachs, heute aber fast alle in Bronze gegossen. Am ungewöhnlichsten ist eine große Statue eines Ballettmädchens, das ein echtes Gazeröckchen trägt (London, Tate).
Arbeiten von Degas befinden sich in Baltimore (Walters), Berlin, Birmingham, Boston (Museum, Gardner), Cambridge/Mass. (Fogg), Chicago, Cleveland/Ohio, Detroit, Dumbarton Oaks, Frankfurt (Städel), Glasgow (Burrell), Hartford/Conn., Kopenhagen, London (Tate, National Gallery, Victoria and Albert, Courtauld), Los Angeles, Lyon, Minneapolis, Moskau, New York (Metropolitan, Museum of Modern Art), Brooklyn (Frick), Ottawa, Paris (Louvre, Jeu d Kunst » Dekoration e Paume, Muse Gustave Moreau), Pau, Philadelphia (Museum), Rochester/N. Y., Säo Paulo, St. Louis, Stockholm, Toledo/Ohio, Toronto, Washington und Wien. London (Tate) und New York besitzen gute Skulpturensammlungen. Abb. 751, 779, 795, 798, S. 437, 440, 443. Farbtafeln 25, 43.

Delacroix, Eugene (Charenton 1798 — Paris 1863), franz. Maler; bedeutendster Vertreter der ROMANTIK in Frankreich. Er war Schüler GUERINS (GERICAULTS Lehrer), der künstlerisch wenig Geltung besaß und dessen Atelier deshalb neuen Ideen aufgeschlossen gegenüberstand. Delacroix war ein glühender Bewunderer der Kunst Gericaults. Auf Gericaults Einfluß läßt sich wohl das Interesse Delacroix' an der englischen Kunst und der Tiermalerei und vor allem die revoltierende
Abkehr von klassizistischen Formen und von Themen aus Kunst » Dekoration der klassischen Literatur, die im frühen 19. Jahr-hundert die französische Malerei beherrschten, zurück-führen. Delacroix schätzte GROS, er studierte RUBENS und VERONESE, war ein Freund BONINGTONS und ein Bewunderer CONSTABLES. 1825 reiste er nach England und war von der freien Behandlung von Aufbau und Farbe besonders in der Landschaftsmalerei und auch von den so anderen Themen (Mittelalter und Anekdotisches) sehr angetan.
Sein erstes Bild, das er im SALON ausstellte (Dante und Vergil in der Hölle, 1822; Paris, Louvre), wurde gut auf-genommen, aber die nächsten Arbeiten (Das Massaker von Chios, 1824; Der Tod des Sardanapal, 1829) erfuhren scharfe Kritik, die sich gegen die leuchtende Farbgebung, die Verwendung aktueller oder exotischer Themen und den unkonventionellen Bildaufbau richtete — Stilelemente, die den Einfluß Gericaults und der Engländer zeigten und die Kunst » Dekoration man deshalb als Affront gegen den traditionellen französischen KLASSIZISMUS wertete. 1832 besuchte Delacroix Nordafrika, und diese Reise erschloß ihm einen ganz neuen Themenkreis : Szenen aus dem Leben der Araber und Juden, Tierbilder, unzählige Illustrationen zu den Werken Byrons und Motive aus dem Griechisch-Türkischen Krieg entstanden jetzt in reicher Fülle neben Arbeiten nach Scotts und Shakespeares Dichtungen, die ihn immer wieder inspirierten. Seit der Mitte der dreißiger Jahre stand er in großem Ansehen, er bekam offizielle Aufträge für riesige Innenausstattungen, ein Gebiet, auf dem sein Gegenspieler INGRES erfolglos blieb. Seine bedeutendsten Fresken-werke sind die Gerechtigkeit Trajans im Rathaus von Rouen (1840), das Deckengemälde des Apollosaals im Louvre (1849), die Arbeiten in den Bibliotheken des Abgeordnetenhauses und des Senats (1838-1847), in der Kirche St. Sulpice (1857—1860) und im Rathaus von Paris (1870 zerstört). Aber die besten Werke Kunst » Dekoration sind die kleinen, farbigen, locker komponierten Bilder: Schlachtszenen, kämpfende Tiere, Bildnisse guter Freunde, wie z. B. Chopins (1838; Louvre). Das »Tagebuch«, das er von 1822 bis 1824 und dann wieder von 1847 bis 1863 führte, ist eine wichtige Quelle zum Verständnis seines Lebens und Schaffens und zugleich ein Spiegel des sozialen, geistigen und künstlerischen Lebens in Paris. Delacroix nahm nur selten Schüler an, niemals war er im strengen Wortsinn Lehrer wie etwa Ingres, obwohl er für seine großen Dekorationsgemälde Gehilfen hatte. Er hatte auch keine Nachfolger, doch der Aufbruch der Romantik ist sein persönliches Verdienst. Delacroex ist vertreten in Baltimore (Museum, Walters), Bordiaux/ Boston (Museum, Gardner), Bristol, Buffalo, Cambridge/ Mass. (Fogg), Chantilly, Chicago, Cincinnati, Cleveland, Ohio, Dublin, Edinburgh (National Gallery), Glasgow, Hartford/Conn. (Wadsworth), Lille, London (National Gallery, Wallace), Los Angeles, Metz, Minneapolis, Kunst » Dekoration Montpellier, Montreal, New York (Metropolitan, Brooklyn), Northampton/Mass. (Smith), North Carolina (Universität), Paris (Louvre, Carnavalet), Philadelphia, Reims, Säo Paulo, St. Louis, Toledo/Ohio, Toronto,
67 Delaunay Despiau
Toulouse, Versailles, Victoria, Washington (National Gallery, Corcoran, Phillips) u. a. Abb. 772, S. 441. Farbtafel 27.
Delaunay, Robert (Paris 1885 — Montpellier 1941), franz. Maler; Schöpfer des sogenannten »orphischen Kubismus« oder »Orphismus« (Apollinaire), Wegbereiter der ABSTRAKTEN MALEREI. Er bildete sich als Kunst » Dekoration