Galerie New York

 Startseite » Kunst » Galerie » New York



Webseiten zum Thema New York :: Galerie





  


Weitere Themen, die Sie auch interessieren könnten:

befinden sich in München (Die Kreuzigung Christi; Der Hofer Altar, ein Flügelaltar aus der Hauptpfarrkirche der Stadt Hof aus dem Jahr 1465, mit Christus am Ölberg, der Kreuzigung, der Kreuzabnahme und der Auferstehung auf den Vorderseiten), Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum: Kreuzabnahme; Bildnis des Grafen Löwenstein) u. a. Abb. 549, S. 407.

Poelenburgh, Cornelius van (Utrecht um 1586 — das. 1667), niederl. Maler; Landschafts-, Historien- und Bildnismaler. Er war ein Schüler BLOEMAERTS; 1617–1623 hielt er sich in Rom, danach in Florenz auf; 1626 kehrte er nach Utrecht zurück; 1637/38 besuchte er London. Kennzeichnend für sind die kleinen Formate seiner Bilder; Stilmerkmal ist ein zarter Emailleton. Seine fein gemalten Figuren sind graziös und anmutig. Poelenburgh führte eine große Werkstatt und fand zahlreiche Nachahmer. Bilder von ihm befinden sich in Amsterdam, Berlin, Dresden, Frankfurt, Florenz, Leningrad, München (Landschaft mit Ruinen; Die Wasserfälle von Tivoli; Brustbild eines Mädchens) und in vielen anderen Museen.

Pöppelmann, Matthäus Daniel (Herford 1662 — Dresden 1736), dt. Architekt; Hauptmeister des Spät-barock in Deutschland. Über seine frühen Jahre ist nichts bekannt; seit 1686 stand er im Dienst des kursächsischen Hofes, 1705 wurde er zum Landesbaumeister ernannt. 1710 reiste er nach Wien und Rom; vor allem die Bauten HILDEBRANDTS und Carlo FONTANAS beeinflußten ihn. 1711 begann er im Auftrag Augusts des Starken mit den Arbeiten am Dresdener Zwinger (bis 1722, er blieb unvollendet). Der ihm kongeniale Bildhauer Balthasar PERMOSER entwarf den Figurenschmuck zu diesem um einen quadratischen Hof angeordneten, aus Pavillons und Verbindungstrakten bestehenden Festschloß, das stilistisch auf der Schwelle vom BAROCK zum leichteren, graziösen ROKOKO steht. Neben diesem seinem Haupt-werk wurden noch weitere sächsische Schlösser, z. B. Pillnitz bei Dresden (1720/23) und Großedlitz (begonnen 1720), nach Pöppelmanns Plänen erbaut; außerdem leitete er den Umbau von Schloß Moritzburg und lieferte zahl-reiche Entwürfe zum Dresdener Schloß.

Pointillismus (Neo-Impressionismus). Die Bewegung wurde von SIGNAC und SEURAT begründet und seit ungefähr 1885 wirksam. Der Pointillismus führt den IMPRESSIONISMUS und dessen Kunstprinzipien weiter: die Zerlegung der Farbe in einzelne Elemente; die Freilichtmalerei (PLEIN AIR); d~ Verfahren, die Farbe nicht auf

der Palette zu mischen, sondern sie so auf die Leinwand aufzutragen, daß der Farbton, den der Künstler erreichen will, erst im Auge des Betrachters entsteht, die so-genannte OPTISCHE MISCHUNG. Jedoch versuchten die Pointillisten all diese künstlerischen Gesetze wissenschaftlich zu ergründen und festzulegen. Sie setzten komma- oder punktförmige Farben ungemischt neben-einander und ließen die optische Mischung allein wirksam werden.

Polack, Jan (geb. in Polen, gest. München 1519), dt. Maler; Meister der Spätgotik. Seit 1482 ist er in München nachweisbar und zu seiner Zeit der bedeutendste Maler der Stadt. Deutlich machen sich in seinem Werk die Einflüsse von Veit SToss und der Krakauer Altarmalerei bemerkbar. Er malte neben Fresken in der Pfarrkirche von Pipping (1479) vor allem Altäre für München, z. B. für die Peterskirche und die Franziskanerkirche. In der Münchener Alten Pinakothek befinden sich Flügelteile des 1485 geweihten Hochaltars von Weihenstephan: Der hl. Korbinian und der Bär; Der Tod des hl. Korbinian mit der Ansicht von Freising; Disputation des hl. Stephanus; Der hl. Benedikt übergibt die Regula Sancti Benedicti. Außerdem vier Bilder : Berufung des hl. Jakobus; Bestattung des hl. Jakobus; Landfried, Waldram und Eliland, die Stifter des Klosters Benediktbeuern, 1494, und ein Bildnis Herzog Sigismunds von Bayern. Stuttgart besitzt eine Hl. Clara.

Poliakoff, Serge (geb. Moskau 1906), russ. Maler; Hauptvertreter der abstrakten Malerei. Er emigrierte 1919 und lebte lange Jahre als Gitarrist in Paris. 1930 begann er zu malen. Von 1935 bis 1937 arbeitete er an der Londoner Slade School, kehrte dann nach Paris zurück, begegnete dort 1937 KANDINSKY und 1938 DELAUNAY und malte von da an abstrakte Bilder. Später wurde er von der mehr mathematischen Kunst MALEVICHS beeinflußt. Er trat auch mit Farblithographien hervor. In Köln befindet sich eine Komposition, München besitzt zwei Gemälde : Komposition und Komposition mit roten und gelben Formen. Abb. 1102, S. 483.

Pollaiuolo, Antonio del (Florenz um 1432 — Rom 1498) und Piero (Florenz 1443 — Rom 1496), it. Maler, Gold-schmiede und Bildhauer; Hauptmeister der Florentiner Frührenaissance. Die beiden Brüder führten gemeinsam eine der gesuchtesten und erfolgreichsten Werkstätten in Florenz in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie arbeiteten als Maler, Bildhauer, Stecher, Gold-schmiede und Entwerfer von Stickereien, wandten sich der Anatomie ebenso wie der neu aufgekommenen Technik der ÖLMALEREI zu, machten vor allem Bewegungsstudien und gehörten so zu den bedeutendsten Künstlern vor LEONARDO, die sich auch mit den Wissenschaften ernsthaft befaßten. Es ist üblich, alle guten Arbeiten Antonio und alle schlechten Piero zuzuschreiben; das kommt daher, daß eine allegorische Folge der Tugenden (ein Bild davon malte BOTTICELLI) von Piero in den Florentiner Uffizien (1469/70) und die Krönung Mariae im Dom von S. Gimignano (1483) tatsächlich recht schwach

und schwunglos geraten sind. Und ein bezeichneter Kupferstich Der Kampf der nackten Götter von Antonio rechtfertigt auf der anderen Seite wiederum seinen großen Ruf als vorzüglicher Zeichner und Kenner der Anatomie, den er sich schon früh erworben hatte. Aber es gibt wenige Gemälde, die Antonio mit Sicherheit zugeschrieben werden können. Antonio war vor allem ein ausgezeichneter Bronzeplastiker, der seinen Figuren lebendige Bewegtheit und Spannung verlieh und anatomisch getreu bildete. Der Einfluß DONATELLOS und Andrea del CASTAGNOS macht sich im Werk beider Brüder deutlich geltend, Piero war angeblich für kurze Zeit Castagnos Schüler. Antonios plastische Hauptwerke sind ein Herkules (Berlin), Herkules und Antäus (Florenz, Bargello) und die Grabmäler der Päpste Innozenz VIII. (1492—1498) und Sixtus IV. (1493) in der Peterskirche in Rom. Andere Arbeiten befinden sich in Berlin (David als Sieger von Antonio, Verkündigung Mariae von Piero, Entwurf vermutlich von Antonio), Florenz (Uffizi, Bargello, Dommuseum, San Miniato, Villa Gallina), London (National Gallery, British Museum), Mailand (Poldi-Pezzoli), Neapel, Staggia bei Siena, Turin, Washington (National Gallery: ein Bildnis, das auch Castagno zugeschrieben wird) und Yale. Abb. 77, 80, 81, 89, S. 334ff.
Pollock, Jackson (Cody/Wyoming 1912 — Southampton/New York 1956), amer. Maler; Hauptvertreter der nichtgegenständlichen Malerei in Amerika, vor allem des ACTION PAINTING. Er plante seine Werke in Farbe und Aufbau nicht voraus, sondern machte Studien, in-dem er eine Leinwand fortlaufend auf dem Boden aus-rollte, bemalte und die Bilder, die er haben wollte, hinterher durch Ausschnitt wählte. Seit 1947 benutzte er keinen Pinsel mehr, sondern goß und tropfte die Farbe unmittelbar auf die Malunterlage; erst 1953 malte er wieder auf die übliche Art mit Pinseln. Daneben beschäftigte er sich mit Metall- und Emailmalerei und auch mit Plastikmaterial; die Ergebnisse blieben unbefriedigend. Er ist vertreten in London (Tate), Rio de Janeiro und vielen amerikanischen Museen. Abb. 1096, S. 482. Farbtafel 35.
Polychrome Plastik (griech. polychrom = vielfarbig). Vor dem 16. Jahrhundert wurden die meisten Plastiken mit natürlichen Farben bemalt, um die Lebendigkeit und Lebensnähe zu betonen. Bei geschnitzten Figuren nennt man diese Bemalung die »Fassung«.
Polyptychon. Ein Bild oder Relief, in der Regel ein Altarbild, das aus mehr als zwei Tafeln oder Flügeln besteht. Zwei Flügel sind ein Diptychon, drei ein Triptychon, fünf ein Pentaptychon, was darüber hinausgeht, nennt man Polyatychon. Die übliche Form im Italien des 14. und 15. Jahrhunderts war in der Mitte ein Madonnenbild mit je zwei Heiligen auf jeder Seite und darüber eine Verkündigung. Die PREDELLA bestand meistens aus er-zählenden Darstellungen aus der Legende der beiden ersten Heiligen auf den Flügeln, einer Szene aus dem

Leben Christi, z. B. der Anbetung der Könige, in der Mitte, und dann Szenen aus der Vita der beiden anderen Heiligen. Abb. 30, S. 326.
Pontormo, Jacopo da, eigentlich Carrucci (Pontormo b. Empoli 1494 — Florenz 1557), it. Maler; Hauptmeister des MANIERISMUS in Florenz. Er stand zunächst unter dem Einfluß von LEONARDO, PIERO DI COSIMO und ALBERTINELLI, dann, um 1512, arbeitete er unter Andrea del SARTO, lernte in seiner Werkstatt Rosso kennen und wurde, gemeinsam mit ihm, zum Begründer des Manierismus. Seit 1513 arbeitete er selbständig in Sta Maria Novella und SS. Annunziata in Florenz, 1513 malte er die Madonna mit Heiligen in S. Michele Visdomini (Florenz), das erste manieristische Gemälde. Es orientiert sich noch immer stark an Andrea del Sartos Kunst, aber in seiner unruhigen, bewegten Auffassung und Linienführung unterscheidet er sich bereits entscheidend von den ruhigen Madonnen seines Lehrers. Pontormo war ein tief religiöser Maler, das ist eine wesentliche Voraussetzung für seine künstlerische Gestaltung. Bald zog er das Interesse der Medici auf sich, 1521 beauftragten sie ihn mit der Ausgestaltung ihrer Villa in Poggio a Caiano, und er malte dort das lichte, fröhliche Lünettenfresko mit einer Darstellung der Jahreszeiten. Sein nächster Freskenzyklus, eine Folge aus der Passion Christi, entstand 1522 bis 1525 in der Certosa bei Florenz; mit diesem Werk verließ er alle Formgesetze der RENAISSANCE, führte den Manierismus zu einem Höhepunkt und nahm dazu noch Züge der Kunst DÜRERS auf. BRONZINO war in der Certosa sein Gehilfe, obwohl er sich im Stil grundsätzlich von Pontormo unterschied. Pontormos Meisterwerk und eine der bedeutendsten Schöpfungen des frühen Manierismus ist die Grablegung (um 1525), das Altarbild für die Kapelle in Sta Felicitä in Florenz, in der Pontormo und Bronzino außerdem noch Fresken gemalt haben. Wohl durch die Dunkelheit der Kapelle bedingt, hielt er bei der Grablegung seine Farbskala licht und hell im Ton, aber die gedrängte Menge der Figuren und ihre unruhigen Gebärden