![]() |
|
Gesang Chor |
|
| Weitere Themen, die Sie auch interessieren könnten: |
| Kunst » Gesang » Chor Donatello. Er hatte, wenigstens in seiner Frühzeit, ein nur oberflächliches Verhältnis zur klassischen Kunst, das sich erst in seinen späteren Jahren vertiefte. 1401 wurde ein Wettbewerb für eine Bronzetür des Baptisteriums ausgeschrieben; der südlichen Bronzetür Andrea PISANOS sollte eine Nordtür mit Szenen aus dem Alten Testament entsprechen. Ghiberti gewann diesen Wettbewerb im Jahr 1402 gegen Brunelleschi (der sich daraufhin in der Folgezeit nur der Architektur widmete), Jacopo della QUERC1A und vier andere Bewerber. Ghiberti berichtet: »Die Palme wurde von allen Fachleuten und meinen Kunst » Gesang » Chor Mitbewerbern einmütig mir zuerkannt. Mit Zustimmung aller und ohne eine einzige Gegenstimme errang ich den Sieg.« Bis zu diesem Zeitpunkt war Ghiberti als Goldschmied (seine Goldschmiedearbeiten sind verloren) und Maler tätig gewesen, von jetzt an konzentrierte sich sein Schaffen vor allem auf die ersten beiden Türen an der Nordseite (1403—1424) und auf das zweite Paar an der Ostseite, mit dem er unmittelbar darauf beauftragt wurde (1425—1452). Das Proberelief für den Wettbewerb, Die Opferung Isaaks (1401), ist noch erhalten (Florenz, Bargello). Nachdem der Auftrag 1403 offiziell an G Kunst » Gesang » Chor hiberti vergeben und 1407 erneuert worden war, wechselte die Themenstellung vom Alten zum Neuen Testament, aber die Türen schlossen sich vom Typ her sehr eng an Pisanos Vorbild an: Hochrelief in einem gotischen Rahmen, die vergoldeten Figuren gegen einen neutralen Grund gesetzt. Ghiberti gründete eine große Werkstatt, um dieses anspruchsvolle Werk ausführen zu können; sie wurde die wichtigste Ausbildungsstätte für die nächste Künstlergeneration, eingeschlossen Donatello und Maler wie MASOLINO und UCCELLO. Obwohl eine besondere Klausel seines Vertrages es ihm verbot, arbeitete Ghiberti zwischen 1403 und 1424 an verschiedenen anderen Projekten: Zwei große Statuen — Johannes der Täufer (1414) und der Hl. Matthäus (1419—1422 ; datiert 1420) für die Kirche von Or San Michele — zeigen, wie sich sein Stil vom linearen Rhythmus der GOTIK zu einer schwereren, mehr der Antike zugewandten Ausdrucksform wandelte. Zwischen 1417 und 1427 entstanden zwei Kunst » Gesang » Chor Reliefs für das Taufbecken des Baptisteriums in Siena; die malerische Behandlung des Reliefs weist bereits auf seine zweiten Türen voraus, sie geht wahrscheinlich aber auf Donatellos Mitwirkung am Taufbecken zurück. Schließlich wurde Ghiberti 1418 für einen Entwurf der Kuppel des Florentiner Doms bezahlt; das beweist, daß er an einem der bedeutendsten architektonischen Pläne seiner Zeit mitgearbeitet hat. Sein Anteil an der von Brunelleschi ausgeführten Kuppel ist um-stritten. Nach einer Reise nach Venedig im Jahr 1424 kehrte Ghiberti nach Florenz zurück und wurde mit dem zweiten Türenpaar für das Baptisterium beauftragt. Die ersten Türenpaare hatten so viel Erfolg gehabt, daß man ihm nun alle Einzelheiten der Ausführung und Themenwahl allein überließ. Er änderte den ganzen Plan und Kunst » Gesang » Chor reduzierte die Szenen aus dem Alten Testament auf 10 (gegenüber den 28 Szenen aus dem Neuen Testament an den früheren Türen); auf diese Weise wirkte je-des der rechteckigen Felder wie ein gerahmtes Bild, der Hintergrund stellte den Himmel oder die Erde dar, nicht nur eine neutrale Fläche wie bei den früheren Türen. Die PERSPEKTIVE ist sorgfältig entsprechend den neuesten Erkenntnissen Brunelleschis und Donatellos beachtet. Ghiberti selbst beschreibt seine Türen: »Zehn Szenen, jede so gerahmt, daß das Auge sie von der Ferne erkennen kann, erscheinen im Relief. Das Relief ist sehr flach, und die Figuren sind so auf dem Hintergrund angeordnet, daß jene, die am nächsten sind, größer erscheinen als die weiter entfernten, genauso, wie es auch in der Wirklichkeit ist. Auf diesem Prinzip beruht das gesamte Werk.« Die Türen waren reich Kunst » Gesang » Chor vergoldet, was die malerische Wirkung erhöhte; doch das Gold wurde durch die Jahrhunderte dunkel und unansehnlich; während des zweiten Weltkrieges wurden die Türen ausgelagert und anschließend gereinigt. Dieses zweite Türenpaar Ghibertis wird oft die Paradiesestür — Porta del Paradiso — genannt, denn MICHELANGELO soll gesagt haben, die Türen seien würdig, die Pforten des Paradieses zu sein. Zwischen 1425 und 1452 schuf Ghiberti noch den Bronzeschrein der drei Märtyrer (1428; Florenz, Bargello), den bronzenen Reliquienschrein des hl. Zenobius (1432—1442 ; Florenz, Dom) und eine Statue des hl. Stephanus (1428) für Or San Michele. Andere Arbeiten von ihm befinden sich in Florenz (Sta Croce, S. Egidio und Sta Maria Novella). Einige Glasfenster im Florentiner Dom sind ebenfalls von ihm signiert. In seinen letzten Lebensjahren schrieb Ghiberti seine »Commentarii« (aus denen zitiert worden ist), deren zweiter Teil eine der wichtigsten Quellen Kunst » Gesang » Chor für die Kenntnis der Kunst des TRECENTO in Florenz und Siena ist und auch Ghibertis Autobiographie enthält, die früheste überlieferte Selbstdarstellung eines Künstlers. Das Interesse, das er der Kunst des Trecento entgegenbringt, verbindet ihn fest mit den ihm voraufgehenden Künstlern der Gotik; das Bewußtsein der eigenen Individualität, das in seiner Selbstbiographie zum Ausdruck kommt, läßt gleichzeitig den Renaissancemenschen erkennen: So erscheint Ghiberti als kraftvolles Verbindungsglied zwischen beiden Epochen. Abb. 51, 52, S. 330. Ghirlandaio, Domenico, eigentlich Domenico di Tommaso Bigordi (Florenz 1449 — das. 1494), it. Maler; Hauptmeister der Frührenaissance in Italien. Er war der bedeutendste Florentiner Freskomaler seiner Kunst » Gesang » Chor |