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Kunst » Gesang stark von Giotto abhängig, weichen aber auch wieder deutlich von seinem Stil ab. Das zeigt sich vor allem bei dem bezeichneten und datierten dreiteiligen Flügelaltar (Berlin), der der Kunst Bernardo DADDIS sehr nahe steht. Einige weitere Kunst » Gesang Bilder von ihm sind datiert und gesichert. 1347 führt sein Name eine Liste berühmter Maler an, die für den Auftrag eines großen POLYPTYCIONS für die Kirche S. Giovanni Fuorcivitas in Pistoia in Frage kamen. Taddeo erhielt den Auftrag, und das Altarblatt

(dat. 1353) befindet sich noch heute in dieser Kirche. Er malte auch eine Serie von sechsundzwanzig Tafeln als Türfüllungen für den Sakristeischrank in Sta Croce (Florenz, Accademia, Berlin: Ausgießung des hl. Geistes; Ein Wunder aus der FranJiskuslegende, und München: Der Tod des Edlen von Celano; Der hl. Franziskus bietet dem Sultan die Feuerprobe an): Bei dieser Arbeit orientierte er sich teilweise an Giottos Fresken in Sta Croce und Assisi. Weitere Arbeiten Taddeos befinden sich in Bern, Bristol, Florenz (Uffizi, Accademia, Horne, Bargello und Kirchen), New York (Metropolitan), Pisa (S. Francesco), Yale University u. a. Abb. 26, S. 326. Kunst » Gesang
Agnolo (gest. Florenz 1396), der Sohn Taddeos, arbeitete 1369 als Gehilfe seines Bruders Giovanni im Vatikan; seine Laufbahn war offenbar sehr erfolgreich und begründete das Vermögen der Familie Gaddi. Er malte eine An-zahl Fresken in Sta Croce, deren Stil dem Giottos und dem seines Vaters verwandt ist. Seine wichtigsten Fresken — ein Zyklus mit Szenen aus der Legende des heiligen Kreuzes (vermutlich aus den frühen achtziger Jahren) — befinden sich in der Hauptchorkapelle von Sta Croce. Andere gesicherte Fresken sind im Dom von Prato (1392—1395); ein Altar (Verkündigung und Szenen aus der Passion) steht in S. Miniato all Monte in Florenz (1393 bis 1396) ; weitere Gemälde in Berlin, London (National Gallery), Montreal, München, Paris (Louvre), Perugia (Dom), Washington (National Gallery), Yale u. a. Abb. 27, S. 326. Kunst » Gesang
Gärtner, Friedrich von (Koblenz 1792 — München 1847), dt. Architekt; Meister des KLASSIZISMUS in Deutschland. Er erhielt seine Ausbildung in München, bereiste Italien und Paris, wurde 1820 Professor der Münchener Akademie und 1822 Leiter der Nymphenburger Porzellanmanufaktur; außerdem wurde er in das Amt des Direktors und Generalinspektors der bayerischen Kunstdenkmäler berufen. In seinen besten Werken vereinte er Stilelemente der deutschen ROMANTIK und der italienischen, besonders der Florentiner Frührenaissance. Zu seinen Hauptwerken zählen die Ludwigskirche (1829 bis 1844), die Staatsbibliothek (1832—1842) und die der Loggia dei Lanzi in Florenz nachgestaltete Feldherrnhalle (1840—1845) in München.

Gainsborough, Thomas (Sudbury/Suffolk 1727 — Kunst » Gesang London 1788), engl. Maler; einer der bedeutendsten Maler seiner Zeit neben REYNOLDS. Er war Schüler von GRAVELOT und wahrscheinlich auch von HAYMAN. Die holländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts hat ihn entscheidend beeinflußt, an ihren Werken, die er gelegentlich auch kopierte, hat er seinen Stil geschult. Seine frühesten Landschaften malte er in Suffolk, sie schließen sich eng an WYNANTS, RUISDAEL und HOBBEMA an, die berühmteste ist Der bald von Gainsborough (1748; London, National Gallery). Sein Leben lang hielt Gainsborough die Landschaftsmalerei für seine Hauptaufgabe, aber er malte, zunächst zum Lebensunterhalt, später in erster Linie Porträts; die ersten Porträts entstanden um 1748 in Sudbury. 1750 zog er nach Ipswich, 1759 nach Bath. In Suffolk malte er Landschaften sowie kleine Gruppenbildnisse, z.B. Konversationsstücke in einem Park, Kunst » Gesang wie er sie von WATTEAU kannte. Der französische Einfluß dürfte ihm durch Gravelot und auch durch Hayman vermittelt worden sein. In Bath, wohin er vermutlich in der Hoffnung, wohlhabende Kunden als Modelle zu finden, gezogen war, wurde er ein gesuchter und geschätzter Maler; er gab den schlichten Stil seiner Früh-zeit auf zugunsten einer vornehmen, zurückhaltenden Eleganz. Mit Vorliebe malte er Ganzporträts in Lebensgröße vor einer Phantasielandschaft im Hintergrund. Den Einfluß van DYCxs, dessen Werke er kennengelernt hatte, zeigen Bilder wie Der blaue Knabe (1770, S. Marino/ Kalifornien), auf denen er sein Modell nach van Dyckschen Vorbildern kleidete. Daneben malte er weiterhin Landschaften, aber sie zeigen jetzt Züge der arkadischen Landschaft und sind mehr bewußt komponiert als nach Beobachtung gemalt, obwohl die besten, etwa der Erntewagen (Birmingham, Barber Institute), einen ganz neuen Reichtum der Farbskala aufweisen. Seit 1774 lebte er in London, Kunst » Gesang er war eines der ersten Mitglieder der 1768 von Georg III. gegründeten Akademie. REYNOLDS wurde sein bedeutendster Rivale. Er malte Bildnisse für den Hof und die vornehme Gesellschaft. Seine bedeutendsten Porträts sind Die Gräfin Howe (um 1760), The Hon. Mrs. Graham (1757) und Der Morgenspaziergang (Das Ehepaar Halle') von 1785. Der Neffe seiner Frau, Gainsborough Dupont (um 1755—1797), war sein Schüler und Nachahmer. Bilder von Gainsborough besitzen fast alle bedeutenden Museen, in Wien befindet sich eine Landschaft in Suffolk. Abb. 485, 839, 845, 931, S. 397, 449 f., 459. Farbtafel 21.
Galgario, Fra, siehe GHISLANDI.

Gaudier-Brzeska, Henri (St. Jean de Braye 1891 — Neuville-St.Vaast 1915), franz. Bildhauer; lebte in London. Brzeska war der Name seiner polnischen Lebensgefährtin. Er gehörte zu den englischen KUBISTEN, den Kunst » Gesang