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Kunstgalerie Duesseldorf |
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| Für phänomenale 38,5 Millionen Dollar oder 84,5 Millionen Mark ist ein Ölgemälde des Franzosen Paul Cézanne (1839 -1906) in New York versteigert worden. Das Landschaftsbild «La Montagne Sainte-Victoire» (1888-1890) stammt aus der berühmten Berliner Sammlung des Kunstmäzens Heinz Berggruen. Es erzielte den zweithöchsten Preis, der je für einen Cezanne gezahlt wurde, sagte das Auktionshaus Phillips de Pury & Luxembourg in New York. Sein Schätzwert lag sogar zwischen 35 und 45 Millionen Dollar. Berggruen hatte «La Montagne Sainte-Victoire» vor 19 Jahren von dem griechischen Schiffsmagnaten George Embiricos erworben. Jetzt ging es in den Besitz von Phillips Nordamerika-Chef John Block über. Das Auktionshaus, das erst 1999 von dem französischen Luxuskonzern L.V.M.H. Moet Hennessy Louis Vuitton übernommen worden war, bot im Rahmen seines Verkaufs von 41 Impressionisten und moderner Kunst am Montagabend (Ortszeit) insgesamt 7 Werke aus Berggruens Sammlung an. Der 1914 in Berlin geborene Berggruen war 1936 in die USA ausgewandert. Er kehrte 1944 nach Europa zurück und öffnete in Paris eine Kunstgalerie. Zwei der Werke, Cezannes «Mädchen mit Puppe» («Jeune fille a la poupee», 1894-1896) und «Herbstgarten» («Le Jardin d'automne or Le Jardin public») von Vincent van Gogh, fanden keine Interessenten. Van Goghs Ölgemälde von einem Zypressengarten in Arles hatte einmal Henry Ford II. gehört und war erst 1980 bei einer Christie's-Auktion von Berggruen für 1,9 Millionen Dollar erworben worden. Sein Schätzwert lag jetzt bei 30 bis 40 Millionen Dollar. Berggruen wollte das Auktionsergebnis nicht kommentieren. Unabhängig von dem mäßigen Ergebnis des Verkaufs erhält der 86-jährige Berggruen eine feste Summe für den Verkauf der sieben Bilder, wie Phillips-Vorstand Simon de Pury der «New York Times» bestätigte. «Phillips hat in der Tat die Garantie für die Berggruen-Sammlung übernommen, so verfahren andere Auktionshäuser auch», sagte de Pury. «Aber wir nennen keine Details. Kursierende Zahlen sind reine Spekulation.» Experten gehen davon aus, dass Berggruen einen Vertrag über wenigstens 120 Millionen Dollar (264 Millionen Mark) für die fünf Cezannes und zwei van Goghs abgeschlossen hatte. Der Mäzen hatte die Kunstwerke von der Schenkung seiner Sammlung an die Bundesrepublik Deutschland und Berlin ausgenommen, um damit seine vier Kinder und weiteren Erben auszuzahlen. Dieser Schritt war notwendig geworden, nachdem der Bund nicht den von Berggruen geforderten Betrag von rund 600 Millionen Mark für die gesamte Kollektion aufbringen konnte. Für den Kauf der rund 200 Bilder, unter ihnen kostbarste Werke von Picasso, Matisse und Klee, hatten der Bund und Berlin 253 Millionen Mark bezahlt. Die Sammlung Berggruen ist im Stüler-Bau gegenüber dem Charlottenburger Schloss in Berlin untergebracht. Neben «La Montagne Sainte-Victoire» wurde Cezannes Ölgemälde «Allee von Chantilly I» («L'Allee a Chantilly I», 1888) für 9,35 Millionen Dollar (20,57 Millionen Mark) versteigert, ebenfalls unter dem geschätzten Wert (10 bis 15 Millionen Dollar). Ein Porträt des Franzosen, «Junges Mädchen mit Puppe» («Filette a la poupee», 1902- 1904), wechselte im Rahmen der Erwartung für 16,5 Millionen Dollar (36,3 Millionen Dollar) den Besitzer. Das Getty-Museum in Los Angeles bekam den Zuschlag für van Goghs «Weizenernte vor der Stadt Arles» ab, eine Zeichnung aus Tinte und rotem Stift auf Papier. Die gebotenen 4,4 Millionen Dollar (9,68 Millionen Mark) lagen im unteren Bereich des Schätzwertes |
| Die Berufung der ersten Jünger - wird überdeckt von den Porträts in Rom lebender Florentiner Bürger. Seine nüch-terne Auffassung und das naturalistisch behandelte De-tail machten Ghirlandaio zu seiner Zeit und im späten 19. Jahrhundert sehr populär, aber es ist bezeichnend, daß er, abgesehen von einem einzigen (heute verschol-lenen) Werk, keinen einzigen Auftrag von den Medici oder einem anderen hohen Gönner erhielt. Seine Fresken sind von großer historischer Bedeutung. Die meisten befinden sich in Florenz: Der Hl. Hieronymus (1480; Ognissanti) zeigt in der Behandlung des Details starken flämischen Einfluß. Zwei große Zyklen malte er in der Sassetti-Kapelle, Sta Trinitä (1485 vollendet), und im Chor von Sta Maria Novella (1490 vollendet). Außerhalb von Florenz befinden sich Arbeiten von ihm in Berlin (Judith mit ihrer Magd; Der Christusknabe und der kleine Johannes), Cambridge (Fitzwilliam), Cambridge/ Mass. (Fogg), Detroit, London (National Gallery), München (Der Hochaltar von Sta Maria Novella in Florenz: Maria mit dem Kinde und Heiligen im Mittelbild), New York (Metropolitan), Paris (Louvre), Philadelphia (Johnson), Washington u. a. Sein Sohn Ridolfo wurde von seinem Freund RAFFAEL stark beeinflußt und war ein guter Bildnismaler. Er ist gut vertreten in Florenz; Bild-nisse von ihm befinden sich in Chicago, London (Natio-nal Gallery), Philadelphia (Johnson), Washington (Natio-nal Gallery) und Worcester/Mass. Abb. 78, 171, S. 334, 350. Ghislandi, Vittore, gen. Fra Galgario (Bergamo 1655 - das. 1743), it. Maler; einer der bedeutendsten Porträt-maler des Spätbarocks. Er war vor allem in Bergamo tätig, hat aber in Venedig gelernt; seine Porträts haben alle Vorzüge der spätbarocken venezianischen Malerei: einen durchdachten, gediegenen Bildaufbau und kräftige, aber gedämpfte Farben. Seine Modelle waren gewöhn-lich einfache Leute, und er stellt sie in ungezwungener Haltung dar, oft mit scharfen Licht- und Schatteneffekten, die auf eine Kenntnis der Werke REMBRANDTS schließen lassen. Ghislandi ist in jüngster Zeit in enge Verbindung mit der realistischen Richtung der lombardischen Male-rei des frühen 18. Jahrhunderts gebracht worden. Von den Arbeiten seiner Zeitgenossen jedoch bieten wohl die Porträts von HOGARTH die stärkste Parallele zu seinem Werk. Am besten ist er in Bergamo (Galleria Carrara) vertreten; weitere Arbeiten in Mailand (Poldi-Pezzoli, Ambrosiana), Minneapolis und Venedig (Cor-rer). Abb. 291, S. 368. Giacometti, Alberto (Stampa im Bergell 1901 - Chur 1966), Schweiz. Bildhauer, Maler und Dichter; er lernte 1920-1922 in Italien und arbeitete anschließend drei Jahre in Paris unter BOURDELLE, wurde aber auch stark von BRANCUSI beeinflußt und schloß sich in den dreißiger Jahren dem SURREALISMUS an. Die von ihm entwickelte Kunstform ist als »Stillebenplastik« bezeichnet worden; das berühmteste Beispiel ist Der Palast um 4 Uhr morgens, eine Plastik aus Holz, Glas, Draht und Schnur (1932/33; \e,iv York, Museum of Modern Art). Später wandte er sich wieder mehr der realistischen Darstellung von Einzelfiguren zu; charakteristisch ist die überschlanke, ausgemergelte Gestalt, bei der die vertikale Bewegung betont ist. Er gestaltete seine menschlichen Körper, indem er den Gips direkt auf dem Drahtgerüst formte. Typisch für die Kunst seiner Spätzeit ist der Zeigende Mann (1947; London, Tate). Abb. 1148, S. 487. Giambologna, siehe BOLOGNA, Giovanni. Giambono, Michele, eigentl. di Taddeo (tätig in Vene-dig, erste Hälfte des 15. Jahrhunderts), it. Maler und Mosaizist. 1420 wird er als verheiratet erwähnt; 1462 ist er zum letztenmal genannt. Er stammte aus einer Malerfamilie; seine venezianische Werkstatt-Tradition wurde maßgeblich von der GOTIK geprägt, die GENTILE DA FABRIANO und PISANELLO durch ihre großen Werke im Dogenpalast nach Venedig gebracht hatten; sie wurden im 16. Jahrhundert zerstört, und wir kennen sie nur aus zweiter Hand, durch ihre Wirkung auf andere Maler, wie eben Giambono. Seit 1444 arbeitete er an Mosaiken in der Mascoli-Kapelle im Markusdom; seine 1447 in Auftrag gegebene Marienkrönung ist möglicher-weise mit einem thematisch gleichen Gemälde in der Accademia in Venedig identisch. Andere Arbeiten von ihm befinden sich in Rom (Galleria Nazionale) und Venedig. Abb. 49, S. 329. Giaquinto, Corrado (vermutlich Malfetta/Apulien 1703-Neapel 1765), it. Maler; er arbeitete in Neapel und war bis 1723 Schüler SOLIMENAS; anschließend ging er nach Rom und begann unter CONCA, der wie er bei Solimena gelernt hatte, zu arbeiten. Gemeinsam mit Conca war Giaquinto in Rom und Turin tätig, 1740 wurde er in die Lukasakademie in Rom gewählt, 1750 ihr Präsident. 1752 übersiedelte er nach Madrid als Nachfolger AMIGONIS in der Stellung als Hofmaler. 1753 kam er in Spanien an, wurde Direktor der Akademie, aber 1761 berief Karl III. auch MENGS nach Madrid, und Giaquinto, dessen nea-politanischer Rokokostil im Gegensatz zu Mengs' Klassi-zismus stand, reiste plötzlich ab nach Italien. Eines seiner Hauptwerke ist die riesige Geburt Mariens im Dom von Pisa (1751/52), zu der er mehrere vorbereitende Skizzen anfertigte. Eine davon befindet sich in Oxford. Bilder von ihm befinden sich in Madrid; die Skizze zu einem geplanten Deckengemälde im Königlichen Palast von Madrid bewahrt die National Gallery London. Abb. 290, S. 369. Gibbons, Gringling (Rotterdam 1648 - London 1721), engl. Bildhauer; lebte seit 1672 in England und war einer der geschicktesten Holzschnitzer. Beispiel dafür sind die Schnitzereien im Chor der Paulskirche in London und in der Bibliothek des Trinity Colleges in Cambridge. Auf Empfehlung des Tagebuchschreibers Evelyn wurde er unter Karl IL Meisterschnitzer der Krone. Als Bild-hauer schuf er mit dem Denkmal Jakobs IL vor der Natio-nal Gallery seine bedeutendste Arbeit, aber wie alle seine nicht |