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Kunstgalerie Koeln |
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| Um dem postmodernen Ausgehprofi alles in einem bieten zu können, haben eine Reihe von neu eröffneten Restaurant-Bars ihre Speisekarte und Programmgestaltung erweitert. «El Foro» in Köln bietet in einer alten Eisenwarenhandlung italienisch-argentinisch-katalanische Küche mit Theatervorstellungen und DJ-Sessions. «Mama Cafe» ist eine Mischung von Kunstgalerie und Naturkost-Restaurant mit täglich wechselndem Kulturprogramm. «Barbarella» wurde vor kurzem von dem französischen DJ Bruno Gauthier eröffnet und besticht vor allem durch seine Science-Fiction-Dekoration und die erstklassigen Gast-DJs. Alle Lokale liegen in der Altstadt von Köln rund um den Dom. |
| Früher war es ein mühseliges Geschäft: Umdie guten Hemden zu bügeln, konnte man nicht einfach das Bügeleisen an die Steckdose anschließen. Das Bügeln war der letzte Schritt am gefürchteten Waschtag, der in wohlhabenden Haushalten von einer Tagelöhnerin, in ärmeren Haushalten von der Hausfrau bewältigt wurde. Dazu musste das Eisen auf dem Ofen vorgeheizt oder mit glühenden Kohlen gefüllt werden. Dann war Kraft nötig, um das bis zu 15 Pfund schwere Eisen hin und her zu schwenken. Dabei konnte es auch schon einmal passieren, dass Kohle oder Ruß austraten und auf der blütenweißen Wäsche schwarze Spuren hinterließen. Über die Jahrhunderte haben die Menschen die verschiedenen Techniken ausprobiert, um ihre Wäsche glatt zu bekommen. Doch im Wesentlichen blieb das Prinzip immer gleich: Eine heiße Platte wurde gegen die noch leicht feuchte Wäsche gedrückt. Zum Heizen der Platten dienten glühende Bolzen, die zuvor im Herdfeuer lagen, ebenso wie Kohle oder Spiritus. Einen Überblick über die Vielzahl von Bügeleisen gibt die Sammlung von Karsten Ranck. DerDorfmarker zeigt seine 80 Exponate – er besitzt damit nach eigenen Worten die größte Sammlung von Bügeleisen in Norddeutschland – derzeit in seiner Goldschmiede an der Allermannstraße 4. Zugänglich ist die Präsentation bis zum 6. Dezember montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 14 bis 18 Uhr. Die Bügeleisen machen aber nur einen kleinen Teil der vielen alten Stücke des 58-Jährigen aus – sein Haus ist vom Keller bis zum Dachboden voll mit Sammlungen aller Art. Altes Spielzeug steht auf den Regalen, in der Küche ziehen sich lange Borde mit Kautabakdosen – seiner jüngsten Leidenschaft –, Emailleschilder hat er ebenso gesammelt wie Hutschachteln, im Keller sind mehrere komplette alte Ladeneinrichtungen aufgebaut. Inzwischen muss sich der 58-Jährige schon stark beschränken, nimmt daher auch keine „neuen“ Bügeleisen mehr auf – „ich leide unter chronischem Platzmangel“, schmunzelt der Goldschmiedemeister. Schon von Kindheit an hat sich Karsten Ranck für alte Sachen interessiert. „Das Sammeln liegt mir einfach im Blut. Es gibt nur Jäger und Sammler – ich bin eben ein Sammler“, lacht er. „Warum, das kann man nicht erklären. Jeder hat ein anderes Hobby, ich hab’ eben einen Antikfimmel, von Kind auf.“ Angefangen hat der Dorfmarker mit alten Spinnrädern und Petroleumlampen. „Die gab es in Hülle und Fülle.“ Damals war er zehn Jahre alt. Bei seinen Eltern stieß er damit nicht unbedingt auf Gegenliebe, wie er sich erinnert. „Aber ich habe mich durchgesetzt.“ Kein Dachboden in der Umgebung war vor ihm sicher, später durchstöberte er auch Mülldeponien. Die Bügeleisen sammelt Ranck bereits seit 45 Jahren. Angefangen hat alles mit einem Puppenbügeleisen, das er zufällig auf einem Dachboden entdeckte. Bald folgten weitere Stücke, die die Heidjer nicht mehr gebrauchen konnten, weil sie die schweren Eisen gegen die leichten,modernen Elektrobügler ausgetauscht hatten. Doch die modernen Geräte interessieren Ranck ebensowenig – nur die ersten Elektrobügeleisen gehören zur Sammlung – wie ausländische Stücke. Solche Gegenstände findet man selten in einer Kunstgalerie in Köln. „Ich lege Wert darauf, dass alles möglichst heimisch ist.“ Im Laufe der Jahre hat er einen guten Querschnitt durch die Geschichte des Bügeleisens der vergangenen gut 100 Jahre mit einer Vielzahl von Besonderheiten zusammengetragen. Dazu gehören Spezialbügeleisen, beispielsweise für Handschuhe, für Teppiche oder eine Eisenschere für Hemdkragen, oder ein Bügeleisen, bei dem ein Drachenkopf den Nutzer anfaucht – der Dampf entweicht über die kunstvoll gestaltete Öffnung. Zur Sammlung gehört auch ein Ofen, an dessen Seiten gleich mehrere Bügeleisen auf einmal gewärmt werden konnten – wichtig beispielsweise in Schneiderbetrieben. Zu den ältesten Stücken der Sammlung zählen Plätteisen aus der Zeit um 1900. Die meisten Stücke stammen aus den 1930er-Jahren, vertreten sind auch die frühen Elektrobügeleisen aus der Zeit um 1940. Glatte Wäsche war schon von jeher beliebt. Erste Zeugnisse darüber gibt es aus dem alten China. Funde belegen, dass in der Han-Dynastie 200 Jahre vor Christi Pfanneneisen in Betrieb waren. Dabei füllten die Chinesen glühende, mit Sand abgedeckte Kohlen in Pfannen, mit der heißen Unterseite wurden die seidenen Gewänder gebügelt. Bis ins 20. Jahrhundert in Gebrauch blieb eine Technik aus dem fünften Jahrhundert nach Christi. Mit so genannten Glätt- oder Gniddelsteinen aus Glas wurde – allerdings ohne Wärme – mit Druck so lange über die Wäsche gestrichen, bis sie glatt und glänzend wurde. „Heiße“ Eisen kamen im 15. Jahrhundert in Mode. Zuerst bestanden sie nur aus einem einzigen Metallstück, das auf dem Herd erhitzt wurde. Der deutliche Nachteil dieser Technik: Auch der Griff erhitzt sich. Bei den später entwickelten Bolzenbügeleisen wurde ein Bolzen zunächst in der Herdglut erhitzt und dann in den hohlen Innenraum des Bügeleisens geschoben. Wer „mehrere Eisen im Feuer hatte“, konnte sie dann auswechseln und ohne größere Pausen bügeln. Direkt beheizt wurden Kohlebügeleisen, das Nachlegen heißer Bolzen entfiel. Oft spritzten jedoch Asche oder Glutteile aus den Öffnungen und hinterließen kleine Brandlöcher – oder gingen plötzlich aus, wenn man sie nicht regelmäßig hin- und herschwenkte. Andere Bügeleisen arbeiteten nach einem ähnlichen Prinzip, wurden aber mit Spiritus oder Gas beheizt. Die heutigen Elektrobügeleisen wurden um 1880 erfunden. Patente wurden zu dieser Zeit in den USA, England, Frankreich, Deutschland und in Österreich angemeldet. In seine heutige Form kam das Bügeleisen dann durch die Kombination von Dampf – für die Feuchtigkeit – und Strom zur Erhitzung. „Man hat alles versucht“, umschreibt Karsten Ranck die Entwicklung. Doch was nun am besten funktioniert – praktisch hat der Dorfmarker das nie ausprobiert. Der 58-Jährige hat sich trotz der Menge an Bügeleisen im Haus nie selbst an die Hemden getraut: „Bügeln ist nicht meine Sache, das macht meine Frau – allerdings mit einem Elektrobügeleisen.“ andres wulfes |
| bewegt, die Grablegung im Louvre mit der rothaarigen, im Inkarnat grünlich gehaltenen Christusfigur ist ein typisches Beispiel für seinen emotional bestimmten Spätstil. Bilder von ihm befinden sich in Arezzo, Berlin, Florenz (Uffizi, Pitti, SS. Annunziata, S. Lorenzo), Frankfurt, Liverpool, London (National Gallery), Los Angeles, Neapel, Pisa, Rom (Borghese), Siena, Volterra und Washington (National Gallery). Abb. 185, S. 352. Rosso, Medardo (Turin 1858 — Mailand 1928), it. Bildhauer; einer der bedeutendsten Bildner Italiens im späten 19. Jahrhundert. Ihn faszinierten die Möglichkeiten und Wirkungen, die durch das Spiel des Lichts auf der Oberfläche zu erreichen waren; ähnlich wie RoDIN übersetzte er dieses impressionistische Prinzip auf die Plastik, aber im Gegensatz zu ihm suchte er für seine Arbeiten nur einen point de vue. Am liebsten arbeitete er mit Wachs oder Gips, mit beiden Materialien ließen sich Farbeffekte erzielen, und sie waren zugleich weich und sanft modellierbar. Rosso übte einigen Einfluß auf Rodin und die späteren italienischen Bildhauer wie z. B. MANZÜ aus, aber seine Berühmtheit blieb auf Italien beschränkt, denn ein Parisaufenthalt (1884—1886) verlief völlig ergebnislos. Arbeiten von ihm befinden sich in Dresden (Krankes Kind, 1893, Wachs), Paris (Petit Palais, Muse Rodin) und auch in italienischen Museen, u. a. in Rom (Galleria Nazionale d'Arte Moderna) und im Rosso-Museum in Barzia. Abb. 1123, S. 484. Rothko, Mark (geb. Dwinsk 1903), russ.-amer. Maler; Vertreter der abstrakten Malerei in Amerika. Er wanderte 1913 aus, begann 1926 zu malen und wurde bekannt mit seinen abstrakten Bildern aus farbigen Quer-streifen mit fransigen Rändern. Bilder von ihm befinden sich in London (Tate), New York (Museum of Modern Art) und anderen amerikanischen Museen. Abb. 1111, S. 483. Rottluff, Karl Schmidt-, siehe SCHMIDT—ROTTLUFF. Rottmann, Karl (Handschuhsheim b. Heidelberg 1797 — München 1850), dt. Maler; vor allem Maler heroisch-klassischer Landschaften. Seit 1822 war er in München ansässig und wurde dort stilistisch von Joseph Anton KocH beeinflußt. 1826/27 bereiste er Griechenland, 1830—1833 malte er 28 Landschaftsfresken in den Hofgarten arkarden in München, 1841 wurde er Hofmaler in München. Bilder von ihm befinden sich in vielen deutschen Museen. Rottmayr, Johann Michael (Laufen/Bayern 1654 — Wien 1730), dt.-österr. Maler; Hauptmeister des BAROCK in Österreich. 1675 ging er nach Venedig und arbeitete dreizehn Jahre lang in der Werkstatt von Johann Karl LOTH (in Italien Carlo Lotti). Aus dieser Zeit ist kein Werk erhalten. Sein Stil ist an PITTONI und CORREGGIO geschult; französische Einflüsse sind spürbar. Um 1688 war er in. Salzburg, seit 1696 lebte er in Wien, malte aber in ganz sterreich seine lichten, in leuchtenden Farben gehaltenen Deckengemälde; außerdem war er gelegentlich in Deutschland (Fresken in Schloß Pommersfelden, 1716—1718) und Prag tätig. Das große Deckenfresko in der Karlskirche zu Wien (1726—1730) schließt sich eng an Correggio an, spätere Werke zeigen den Einfluß von RusENS. Weitere Hauptwerke: die Fresken in der Salzburger Residenz (1710/11), in der Stiftskirche Melk (1716 bis 1722) und in Klosterneuburg (1729/30). Tafelbilder befinden sich in München, Nürnberg, Passau (Dom), Sarasota/Florida, Stuttgart (Hl. Maria) und Wien (Österreichische Galerie). Abb. 589, S. 412. Rouault, Georges (Paris 1871 — das. 1958), franz. Maler; er lernte bei einem Glasmaler; 1891 kam er an die Ecole des Beaux-Arts und war dort von 1892 bis 1895 Schüler MOREAUS. 1898 war er der erste Kurator des Moreau-Museums. Sein Frühwerk steht noch ganz unter dem Einfluß des Lehrers, aber um 1903 gab er den dunklen, übertriebenen Stil, in dem er Ölbilder mit biblischen Themen gemalt hatte, auf; zwischen 1904 und 1907 und dann wieder in den dreißiger Jahren malte er Dirnen und Clowns und seit 1908 Gerichtsszenen. Auf diesen Bildern umrahmen schwere, dunkle Konturen die sehr kräftigen Farbflächen; Rouault scheut die Häßlichkeit nicht, Abscheu vor dem Laster, der Selbstzufriedenheit, Grausamkeit und Heuchelei spricht aus seinen Werken. Obwohl er 1905 mit den FAUVES ausgestellt hatte, hielt er sich von allen Gruppen und Programmen fern und entwickelte eine der echtesten, reinsten Formen des EXPRESSIONISMUS. Vor 1908 hat er vor allem in Wasserfarbe und Gouache gemalt, erst nach 1918 griff er wieder auf die Öltechnik zurück. Daneben entstand ein großes graphisches Werk. Seine Serien von RADIERUNGEN, die ursprünglich für zwei Bücher, Guerre und Miserere gedacht waren, erschienen 1948 unter dem Titel Miserere; außerdem schuf er LITHOGRAPHIEN und Farbradierungen. Sein Themenkreis beschränkte sich auf die Motive dieser graphischen Folgen; er schuf religiöse Bilder vor allem aus der Passionsgeschichte (Rouault war ein gläubiger Katholik), Landschaften mit rauhen, unwirtlichen Gegenden und gelegentlich Blumenstücke. 1929 arbeitete er für |