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Sein Sohn Jacob Salomonsz (1629/30 — 1681) war ebenfalls Landschaftsmaler, wurde 1664 Mitglied der Gilde in Haarlem und starb im Armenhaus. Salomon ist vertreten in Amsterdam, Antwerpen, Baltimore, Barnard Castle, Basel, Berlin (zwei Flußlandschaften mit Segel-booten; Holländische Flachlandschaft mit Reitern und Viehherde, 1656; Landschaft mit Gehöft, 1631), Brüssel, Cambridge (Fitzwilliam), Cambridge/Mass. (Fogg), Den Haag, Detroit, Dresden (Baumreiches Flußufer), Dublin, Frankfurt am Main, Grenoble, Hamburg, Köln (Wirts-haus am Ufer, 1667), Kopenhagen, Leicester, Leipzig, Leningrad, Liverpool, London (National Gallery), Melbourne, München (Flußlandschaft mit Fähre, 1639; Der Wartturm an der Landstraße; Kanallandschaft mit Fähre, 1650), New York (Metropolitan), Oslo, Ottawa, Paris (Louvre, Musde d'Arts Ddcoratifs), Philadelphia, Rotterdam, Stockholm, Straßburg, Worcester, Wien (Das Fest unter dem Maibaum, 1655) und York. Von seinem Sohn befindet sich eine Landschaft im Wallraf-Richartz-Museum in Köln, einige Bilder von ihm in London sind nur mit dem Monogramm JvR bezeichnet und wurden oft mit denen des Vaters verwechselt. Abb. 488, 489, S. 397.

Ryder, Albert Pinkham (New Bedford 1847 — Elmshurst 1917), amer. Maler; Marine- und Landschaftsmaler. In seiner romantischen Auffassung war er eine Art Gegenstück zu Poe, den er sehr bewunderte. Seine Bilder haben oft einen visionären und schwebenden Zug, sind in der Farbwirkung fein, aber in der Technik gelegentlich mangelhaft. Er bereiste Europa, blieb aber von der europäischen Kunst unberührt. In vielen amerikanischen Sammlungen befinden sich Werke von ihm, z. B. in Chicago, Cleveland/Ohio, Detroit, New York (Metropolitan), St. Louis, Toledo/Ohio und Washington (National Gallery, Corcoran, Phillips). Allerdings sollen auch viele Fälschungen in Umlauf sein. Abb. 964, S. 465.
Rysbrack, John Michael (Antwerpen 1694 – London 1770), niederl.-engl. Bildhauer; sein Vater war ein Antwerpener Landschaftsmaler, der einige Zeit in England tätig war. Rysbrack arbeitete zuerst für den Architekten Gibbs, seit 1730 teilte er mit ROUBILIAC den Ruf des berühmtesten englischen Bildhauers vor SCHEEMAKERS. Vor allem mit seinen ausgezeichneten Denkmälern und Bildnisbüsten wurde er bekannt. Viele Grabmonumente in der Londoner Westminster Abbey sind von ihm; sonst ist er vor allem in den Londoner Museen und in Oxford vertreten. Abb. 863, S. 453.

S

Sacchi, Andrea (Nettuno 1599 — Rom 1661), it. Maler; Meister des Hochbarock. Er vertrat die mehr klassische Richtung ALGARDIS und PousslNS in der römischen Barockmalerei. ALBANI war sein erster Lehrer in Rom und Bologna, später kam er unter den Einfluß Lodovico CARRACCIS. Nach der Rückkehr nach Rom patronisierte ihn die einflußreiche Familie Barberini; für sie malte er um 1629—1633 das große Deckengemälde Die göttliche IVeisheit im Palazzo Barberini in einem gemäßigteren Barock als PIETRO DA CORTONAS Deckenfresko (eben-falls im Palast der Barberini). Sacchis Vision des hl. Romuald (1640; Vatikan) ist noch klassischer in der Auffassung, und dieser klassizistische Stil wirkte durch seinen bedeutendsten Schüler, MARATTA, bis ins 18. Jahrhundert. Sacchi ist vertreten in Berlin (Bildnis des italienischen Feldhauptmanns Alessandro del Borro), Dresden (Die Ruhe auf der Flucht), Genua (Palazzo Rosso), Madrid, Rom (Doria), Wien u. a. Abb. 250, S. 362.
Sacra Conversazione. Bezeichnung für Madonnendarstellungen, auf denen die Muttergottes mit dem Kind zwischen Heiligen steht oder sitzt; die Heiligengestalten stehen zueinander in enger Beziehung, sind einander im Gespräch zugewandt oder durch gemeinsame Handlung verbunden. Die Sacra Conversazione ersetzt die frühere Form des POLYPTYCHONS, auf dem jede Figur eine Tafel für sich einnimmt; die mit jeweils einem Rahmen versehenen einzelnen Felder ersetzt bei der Conversazione ein einziger Bildraum. Früheste Beispiele finden sich im Werk Fra ANGELICOS und seiner Zeitgenossen Fra Filippo LIPPI und DoMENICO VENEZIANO. Abb. 72—74, S. 332f.
Saenredam, Pieter (Assendelft 1597 — Haarlem 1665), niederl. Maler; Hauptmeister der Architekturmalerei in Holland. Er war vor allem in Haarlem tätig und malte Kircheninnenräume in kühlen Silbertönen, gelegentlich mit einfallenden Sonnenstrahlen. In Italien ist er nie gewesen, aber einige Bilder entstanden nach Zeichnungen, die Marten van HEEMSKERCK 1532—1535 in Rom an-gefertigt hatte. Er scheint sehr sorgfältig durchgearbeitete vorbereitende Skizzen mit voll ausgeführten perspektivischen Darstellungen angefertigt zu haben. Bilder von ihm befinden sich in Amsterdam (Rijksmuseum), Berlin

(Das Innere der St.-Jakobs-Kirche in Utrecht, 1642), Glasgow, Haarlem (Hals-Museum und Bischöfliches Museum), Hamburg, London (National Gallery), München (Das Innere einer Kirche, 1635), Orleans, Philadelphia (Johnson), Rotterdam, Utrecht, Worcester/Mass. u. a. Abb. 479, S. 394.
Saftleven, Cornelisz (Gorkum 1607 — Rotterdam 1681), niederl. Maler; vor allem Maler von Bauernszenen. Er