Kunstgalerie Stockholm

 Startseite » Kunst » Kunstgalerie » Stockholm



Webseiten zum Thema Stockholm :: Kunstgalerie





  


Weitere Themen, die Sie auch interessieren könnten:

Giuliano (Florenz 1445 — das. 1516) erbaute die erste Renaissancekirche über einem griechischen Kreuz als Grundriß: Sta Maria delle Carceri in Prato (1485—1491); sie gehört zu den bedeutendsten Zentralbauten der Renaissance. 1514 war er kurze Zeit Bauleiter der Peterskirche und entwarf mehrere Pläne. Zu den Arbeiten seiner Florentiner Zeit gehören S. Maria Maddalena dei Pa,zi (1480ff.) und S. Maria di Loreto (1499—1500). In Poggio a Caiano bei Florenz erbaute er die Villa Reale (1485 ff.), in Pisa war er von 1509 bis 1511 als Festungsbaumeister tätig und errichtete die Zitadelle. Seine Skizzenbücher befinden sich in Siena und im Vatikan.
Antonio (Mugello b. Florenz 1483 — Terni 1546) war Giulianos Neffe und Schüler BRAMANTES; 1520 wurde er als Nachfolger RAFFAELS zum Bauleiter an St. Peter berufen. Er gehörte zu den bedeutendsten Baumeistern der Hochrenaissance; in seinem Stil kündigt sich bereits das BAROCK an (S. Spirito in Sassia, Rom). Sein Hauptwerk ist der römische Palazzo Farnese (1534 begonnen, nach seinem Tode von MICHELANGELO vollendet), dem schon ein Bauprinzip des Barock, die Ausrichtung der Haupt-räume auf eine Hauptachse, zugrunde gelegt ist.
Sanguine. Rötlich-braun gefärbter Zeichenkalk.
Sansovino, Andrea, eigentlich Contucci (Monte Sansovino um 1460 — das. 1529), it. Bildhauer; Hauptmeister der Hochrenaissance. Er war ein Schüler Antonio POLLAIUOLos und BERTOLDOS, bildete sich aber am Stil RAFFAELS und der Antike weiter. 1491 ging er im Auf-trag Lorenzo de' Medicis nach Portugal, 1493—1496 arbeitete er am Florentiner Baptisterium, anschließend war er bis 1499 wieder in Portugal tätig, aber über diese Zeit ist nichts bekannt. Nach der Rückkehr nach Italien war er von 1505 bis 1512 in Rom; seine berühmtesten Werke aus dieser Zeit sind zwei große und kunstvolle Grabmäler, das Monument für Kardinal Ascanio Sforza (1505) und das Monument für Kardinal Girolamo della Rovere (1507) in Santa Maria del Popolo. Diese beiden Wandgräber mit den ruhenden Gestalten und den stehenden Figuren der Tugenden wurden beispielgebend für das 16. Jahrhundert. In späteren Jahren lebte Sansovino vor allem in Loreto. Die Marmorgruppe der Taufe Christi über der Osttür des Florentiner Baptisteriums (1502—1505) vollendete DANTI nach 1568. Weitere Arbeiten Sansovinos befinden sich in Berlin, Florenz (Bargello) und Genua (Dom). Abb. 164, S. 348.

Sansovino, Jacopo, eigentlich Tatti (Florenz 1486 — Venedig 1560), it. Architekt und Bildhauer; Hauptmeister der Hochrenaissance. Er war Schüler Andreas und nahm auch dessen Namen an. Seit 1527 war er in Venedig, zuvor in Florenz und Rom tätig; er wurde venezianischer Stadtarchitekt; sein bedeutendstes Werk ist die St.-Markus-Bibliothek, daneben schuf er Entwürfe von Palazzi und Kirchenfassaden in Venedig. Seine wichtigsten Werke als Bildhauer sind die beiden gewaltigen Statuen des Mars und des Neptun oberhalb der Treppe im Dogenpalast. Andere Arbeiten befinden sich in Venedig, Florenz (Bargello) u. a. Abb. 159, S. 348.
Santi, Giovanni (Urbino um 1430/40 — das. 1494), it. Maler; Vertreter der umbrischen Schule. Er malte vor allem Heiligen- und Madonnenbilder, war der Vater RAFFAELS und schrieb eine gereimte Chronik, in der einige Künstler des 15. Jahrhunderts erwähnt werden. Bilder von ihm befinden sich in Urbino, außerdem in Berlin (Maria mit dem Kind, im zweiten Weltkrieg verloren), London, Mailand, im Vatikan u. a. Abb. 120, S. 343.
Saraceni, Carlo (Venedig 1579 — das. 1620), it. Maler; er ging um 1598 nach Rom, kam später unter den Einfluß CARAVAGGIOS und ELSHEIMERS und ahmte besonders Elsheimers Lichteffekte auf kleinen, oft auf Kupfer gemalten Bildern nach; die beiden Künstler wurden häufig verwechselt. Elsheimer und Caravaggio starben im Jahre 1610, und Saraceni trat offenbar ihr Erbe an. Eine Arbeit von ihm ersetzte z. B. Caravaggios Marientod. 1613 arbeitete er für den Hof in Mantua, 1619 malte er in Venedig im Dogenpalast ein Historienbild, es wurde nach seinem Tod von einem Schüler De Clerc vollendet. Im Quirinal in Rom befinden sich Fresken von ihm. Saraceni ist vertreten in Berlin (Der hl. Martin und der Bettler, dieses Bild wurde früher Elsheimer zugeschrieben), Bologna, Detroit, Dresden, München (Vision des hl. Franziskas), Neapel, Padua, Rom (sein Hauptwerk, das Wunder des hl. Benno, 1618, in Santa Maria dell'Anima), Stuttgart (Befreiung Petri; Verleugnung Petri), Venedig (Accademia, Redentore), Wien (Judith mit dem Haupt des Holofernes) u. a. Abb. 239, S. 363.
Sargent, John Singer (Florenz 1856 — London 1925), amerik. Maler; vor allem Bildnismaler. Er malte Mit-glieder der vornehmen Gesellschaft seiner Zeit in der virtuosen Art LAWRENCES. Dabei übernahm er auch Stilelemente von VELAZQUEZ. Auf Reisen lernte er Paris und Spanien kennen, war oft in Amerika. Auch der IMPRESSIONISMUS beeinflußte ihn. In der Bostoner Public Library befinden sich große Wandfresken von ihm (1890); oft malte er auch mit brillanter Technik Aquarelle. Viele englische und amerikanische Museen besitzen Bilder von ihm. Abb. 958, S. 463.
Sarto, Andrea del, eigentlich Andrea d'Agnolo (Florenz 1486 — das. 1531), it. Maler; Hauptvertreter der Florentiner Hochrenaissance. Neben Fra BARTOLOMMEO war er der bedeutendste in Florenz tätige Maler zu der Zeit, als RAFFAEL und MICHELANGELO in Rom arbeiteten, und