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standen, sie auf gleiche Weise zu lösen. Beide lehnten die dekorative Arabeske, die leuchtende, nur sinnliche Farbe ab und waren bestrebt, eine Bild- und Formensprache zu erfinden, welche die Volumina und deren Verhältnisse bestimmte, ohne die Bildfläche zu zerstören und auch ohne in die Nachahmung zufälliger und oberflächlicher Erscheinungen abzugleiten. Gemeinsam wurden sie die Schöpfer des analytischen Kubismus.
Um 1912 gab Picasso den bevorzugten grauen, oliv-grünen und düsteren braunen Farbtönen wieder größere Leuchtkraft; gleichzeitig griff er bei seinen Kompositionen auf reale Gegenstände und verschiedene Materialien — etwa ein Stück geflochtenes Rohr oder den Kopf einer Zeitung — zurück und entwickelte so die Technik der PAPIERS COLLES und der COLLAGE zum Gestaltungsprinzip, dem die Einsicht zugrunde lag, daß Gegenstände durch Holzstückchen, Draht, Papier und Schnur im wahrsten Sinne des Wortes wiederhergestellt werden konnten. Die Gegenstände wurden durch den Künstler zu flächigen Kompositionen verformt, wobei die ihnen eigentümliche Dreidimensionalität angedeutet und zu-gleich wieder aufgehoben ist. Picasso hielt jedoch an diesem künstlerischen Prinzip, das für den SURREALISMUS wichtig wurde, nicht fest.
Bei Kriegsausbruch im Jahr 1914 zerbrach die Arbeitsgemeinschaft zwischen Picasso und Braque durch einen Streit, der nie beigelegt wurde; beide hielten sich aber