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| Kunst » Philharmonie licher Innenräume. Seine Bilder sind sehr exakt in der Zeichnung und fein abgestuft in den Lichteffekten. Er ist in fast allen größeren Museen vertreten. Köln besitzt zwei Bilder : Kircheninneres und Kircheninneres (Kathedrale in Antwerpen), 1637. Sein Sohn Peter d. J. (Antwerpen 1620 – das. nach 1675) war Schüler und Nachfolger seines Vaters, von dessen Bildern die seinen fast kaum zu unterscheiden sind. In Köln befindet sich ein Hirschgarten, in Wien eine Innenansicht von Notre-Dame zu Antwerpen. Neer, Aert van der (vermutlich Amsterdam um 1603/04–das. 1677), niederl. Maler; Hauptmeister der Landschaftsmalerei in Holland. Er malte mit Vorliebe die Kanäle Amsterdams und das Spiel des Mondlichts auf dem Wasser, ferner einige Winterbilder in der Art Hendrik AvERKAMPS; seine Mondlichtstimmungen sind einzigartig und für ihn typisch. Bilder von ihm befinden sich in Amsterdam (Rijksmuseum), London (National Gallery), München (Winterlandschaft), Köln (Hirschgarten), New York (Metropolitan), Wien (Dorf bei Mondschein; Fischfang bei Mondschein) u. a. Abb. 493, S. 397. Sein Sohn Eglon Hendrik (Amsterdam 1634 – Düsseldorf 1703) malte ebenfalls Landschaften (Landschaft mit Tobias und dem Engel in München), ist aber besser durch seine Genrebilder in der Art des METSU (Lautestimmende Dame, 1678; München) bekannt. Er ist ferner vertreten in London (National Gallery, Wallace), New York (Metropolitan) u. a. Abb. 514, S. 401. Neo-Impressionismus, siehe POINTILLISMUS. Neo-Klassizismus, siehe KLASSIZISMUS. Nesch, Rolf (geb. Obereßlingen/Württemberg 1893), dt.-norweg. Maler und Radierer; er besuchte die Dresdener Akademie und war 1924 Schüler Ernst Ludwig KIRCHNERS in Davos; anschließend lebte und arbeitete er in Hamburg; 1933–1951 war er in Oslo; seit 1946 ist er norwegischer Staatsbürger und lebt seit 1951 in Aal. Nesch wurde von MUNCH beeinflußt; er bevorzugt vor allem den farbigen Metalldruck von zwei Druckplatten. In der Bremer Kunsthalle ist er gut vertreten. Hamburg besitzt ein Materialbild aus Metallen, Glimmer und Glas : Stadt. Netscher, Caspar (Heidelberg 1639 – Den Haag 1684), niederl. Maler; Vertreter des holländischen Gesellschaftsstücks. Er war ein Schüler Hendrick Costers in Arnheim und des Gerard TER BORCH in Deventer, besuchte 1659 Bordeaux und war vermutlich auch in Italien. Seit 1662 arbeitete er in Den Haag und malte vornehme Personen und Bildnisse. Er ist vertreten in Amsterdam, Berlin (Bildnis eines Herrn mit Allongeperücke, 1680; Bildnis einer Dame, 1679), Den Haag, Dresden (Der Briefschreiber, 1665; Singende Dame und Lautespieler hinter steinerner Fensterbrüstung, 1665), Leningrad, London (National Gallery, Wallace), München (Musikalische Unterhaltung, 1665) u. a. Neue Sachlichkeit, um 1920 in Deutschland einsetzende Gegenbewegung zum EXPRESSIONISMUS; die Bezeichnung prägte 1923 der Kunsthistoriker Georg Hartlaub ; 1925 fand in der Mannheimer Kunsthalle die erste pro-grammatische Ausstellung statt. Die Neue Sachlichkeit fand zu einer betont realistischen Darstellungsweise der Gegenstände mit festen Umrissen und klarer Komposition. Sie richtete sich damit auch gegen die verschwimmenden Linien des IMPRESSIONISMUS. DIX stand unter ihrem Einfluß. Werner ScxoLZ und vor allem Alexander KANOLDT waren die wichtigsten Vertreter der Bewegung. Neumann, Balthasar (Eger 1687 – Würzburg 1753), dt. Architekt; Hauptmeister des Spätbarock in Deutschland. Er war zunächst Artillerieoffizier und Ingenieur und seit 1719 als Stückhauptmann und «premier architecte« Leiter des Bauwesens der Fürstbischöfe von Würzburg. 1719 entwarf er den ersten Bauplan für die Fürst-bischöfliche Residenz in Würzburg. Eine Studienreise führte ihn 1723 nach Paris, 1730 war er in Wien. Neben der Würzburger Residenz, in der sich Einflüsse des Wiener und französischen BAROCK vereinigen und deren von TIEPOLO ausgemalter Treppenaufgang einer der eindrucksvollsten Innenräume der deutschen Barockarchitektur ist, wurden bedeutende Kirchenbauten nach Neumanns Entwürfen erbaut, z. B. die Wallfahrtskirche Vier- Neutra, Richard (geb. Wien 1892), österr.-amerik. Architekt; er studierte in Wien und Berlin; seit 1923 lebt er in den Vereinigten Staaten; 1924 arbeitete er bei Frank Lloyd Wright in Taliesin. Neutra setzte sich vor allem für den Wohnungsbau und für einen individuellen, dem menschlichen Wesen angepaßten und eine Beziehung zur Landschaft herstellenden Wohnbaustil ein, die »biologische Bauweise«. Er hatte großen Einfluß auf die moderne Architektur; in Los Angeles, wo er seit 1925 ansässig war, leitete er ein großes Architekturbüro und Kunst » Philharmonie |