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| Kunst » Reproduktion entwarf Wohn-, Schul- und Siedlungsbauten sowie auch ganze Städteplanungen. New English Art Club, siehe NEAC. Nicholson, Ben und William, engl. Maler; William (Newark an Trent 1872 – Blewbury 1949) malte vor allem Stilleben, Landschaften und auch Bildnisse. Am bekanntesten wurde er mit seinen Holzschnitten, die das viktorianische Zeitalter widerspiegeln. Er ist vertreten in der Londoner Tate Gallery und im Fitzwilliam Museum, Cambridge. Abb. 970, S. 465. Ben (geb. Denham/Buckinghamshire 1894), sein Sohn, ist der bedeutendste abstrakte Maler Englands; er gewann als erster den Guggenheim-Preis; seine Gemälde und Reliefs sind vom KuBIsMus beeinflußt, auch von MONDRIAN. Bilder von ihm befinden sich in Edinburgh (National Gallery of Modern Art), London (Tate), Manchester, New York (Museum of Modern Art), Toronto u. a. Abb. 1088, S. 481. Niello (it. von lat. nigellus, »schwärzlich«), ein Seitenzweig des Goldschmiedehandwerks, der für die Entwicklung der Stecherkunst bedeutend wurde. Ein niello ist eine kleine Gold- oder Silberplatte, in die Linien ein-gegraben werden; diese Linien füllt der Künstler mit einer schwarzen Mischung aus Silber, Kupfer, Blei und Schwefel aus und schmilzt sie ein. Anschließend wird die Platte poliert, die Zeichnung hebt sich schwarz von dem glänzenden Grund ab. Diese Technik war der Weg-bereiter des Kupferstichs, denn gelegentlich prüften die Goldschmiede ihre Arbeit und machten einen Abdruck der Platte auf Schwefel oder Papier – und von hier war es dann nur noch ein kleiner Schritt zum Stech- und Druckverfahren. Nittis, Giuseppe de (Barletta 1846 – Saint-Germain-en-Laye 1884), it. Maler; er lernte in Neapel, wurde 1863 vertrieben, ging nach Florenz und trat in Verbindung mit den MACCHIAOLI. Später besuchte er Paris und blieb lebenslang dort. 1875 war er in London. Die IMPRESSIONISTEN und vor allem DEGAS haben ihn beeinflußt. Seine Straßen- und Stadtansichten haben Ahnlichkeit mit den Veduten SIGNORINIS, der sein Freund und Begleiter auf der Englandreise gewesen ist. Die beste Sammlung seiner Werke besitzt seine Heimatstadt Barletta (seine Witwe stiftete 109 Bilder), sonst ist er in Florenz, Paris, Philadelphia (Wilstach) und Rom vertreten. Abb. 324, S. 372. Nocturno, Nachtstück. WHISTLER hat den Ausdruck zum erstenmal gebraucht, er malte viele musikalische Nocturni. Ursprünglich meint das Wort aber nächtliche Landschaften, wie sie z. B. Aert van der NEER häufig gemalt hat. Nolan, Sidney (geb. Melbourne 1917), austral. Maler; Führer der Moderne in Australien. Er lernte in Melbourne und malte mythologische Themen nach australischen Sagen und Volksmärchen in symbolistischer und oft dem SURREALISMUS angenäherter Art. 1939 lernte er die moderne Kunst Europas kennen, 1940 stellte er zum erstenmal abstrakte Gemälde aus. 1951 bereiste er Europa, 1958–1960 arbeitete er in Amerika. Er ist in australischen Museen vertreten, außerdem in Bedford, Liverpool, London (Tate) und New York (Museum of Modern Art). Abb. 1115, S. 483. Nolde, Emil (Nolde/Schleswig 1867 – Seebüll 1956), dt. Maler; Hauptvertreter des EXPRESSIONISMUS. Er malte Landschaften, biblische Szenen, Figuren und Blumen. 1906–1917 hatte er Kontakt mit den Malern der Dresdener BRÜCKE, 1913/14 bereiste er Rußland, China, Japan und Polynesien und war sehr von der dämonischen Kraft der primitiven Kunst und Religion beeindruckt. Im Dritten Reich erhielt er striktes Malverbot. Seine Bilder, Aquarelle und Graphiken sind von elementarer Kraft, er bevorzugt kräftige Farben, die Gesichter und Gestalten seiner Figuren hat er oft verzerrt, oder er gab ihnen einen unergründlichen, fremdartigen Ausdruck. In Seebüll an der deutsch-dänischen Grenze gibt es eine Nolde-Stiftung. Sonst befinden sich Bilder von ihm in fast allen deutschen Museen mit modernen Meistern, so in Essen, Hamburg (Blaue Iris II; Die Heilige Maria Aegyptiaca, Triptychon; Herr und Dame), Hannover, Köln (Mondnacht; Schwärmer; Blumengarten und noch 5 weitere Katalognummern), München (Tanz um das goldene Kalb; Norder Mühle) u. a. Abb. 1012, S. 471. Nollekens, Joseph (London 1737 — das. 1823), engl. Bildhauer; bedeutender Vertreter des KLASSIZISMUS. Von 1759 bis 1770 lebte und arbeitete er in Rom, 1772 wurde er Mitglied der englischen Akademie. Er genoß eine hohe Wertschätzung. Seine technisch gekonnten, lebensvollen Porträtbüsten und Grabmäler sicherten ihm auf dem Gebiet der Plastik die gleiche Stellung, die REYNOLDS in der Malerei innehatte. Von ihm stammt das Grabmonument Dr. Johnsons in der Westminster Abbey, auch andere Grabmäler von seiner Hand befinden sich dort eAußerdem ist er vertreten in Cambridge (Fitzwilliam), Edinburgh (National Portrait Gallery), London (Besitz des englischen Königshauses, Victoria and Albert, Wellington, Kenwood) u. a. Von einer Büste Pitts soll es mehr Kunst » Reproduktion |