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Kunst » Schauspiel als 70 Repliken geben. Abb. 865, S. 453.
Northcote, Joseph (Plymouth 1746 — London 1831), engl. Maler; Historien- und Bildnismaler. Er war von 1771 bis 1775 Schüler und Gehilfe von REYNOLDS; von 1777 bis 1780 studierte er in Rom. Er setzte nachahmend den Bildnisstil von Reynolds fort und schuf antikisierende HISTORIENBILDER. Abb. 888, S. 454.
Norwich, Schule von, die einzige regionale Maler-schule in England, die internationale Beachtung fand. Die beiden bedeutendsten Meister der Schule waren COTMAN und CROME. Cotman war ein guter Landschafter, der sich an der Schule von BARBIZON orientierte; auch Crome malte vor allem die landschaftliche Umgebung Norwichs; beide arbeiteten vornehmlich in

Aquarelltechnik. Weitere Mitglieder der Schule waren Cromes und Cotmans Söhne, Joseph Stannard, Stark und Vincent. Die Maler der Schule von Norwich sind im Museum von Norwich gut vertreten.

Notke, Bernt (Lassan/Vorpommern um 1440 — Lübeck 1509), dt. Bildschnitzer und Maler; der bedeutendste Meister des späten 15. Jahrhunderts im baltischen Raum. 1467 wird er in Lübeck erwähnt; er besaß besondere, von den Regeln der GILDE abweichende Vorrechte, das weist darauf hin, daß er einen höheren sozialen Stand besaß als andere deutsche Künstler seiner Zeit. Sein Haupt-werk, der Hochaltar in der Kathedrale von Aarhuus in Dänemark, entstand in den Jahren 1478/79, 1482 war er voll-endet: Die Gemälde werden ihm mit Sicherheit zugeschrieben, das Schnitzwerk fertigten vermutlich seine Gehilfen. 1477 schnitzte er das große Triumphkreuz für den Dom von Lübeck in farbig gefaßtem Holz, eine Mischung aus spätgotischem Pathos und leichter, heiterer Eleganz. Diese Eleganz, verbunden mit einer äußerst realistischen Darstellung der Details, findet sich auch bei seinem besten Werk, dem Hl. Georg mit dem Drachen von 1489 in der Nikolaikirche in Stockholm. Diesen großen Auftrag bestellte bei ihm der schwedische Reichsverweser Sten Sture als nationales Denkmal des Sieges über die Dänen. Notke hat offenbar einige Jahre in Stockholm gelebt, 1482/83 entstand der Hochaltar für den Dom von Reval. Die Gregorsmesse in der Lübecker Marienkirche aus dem Jahr 1504 ist im zweiten Welt-krieg verbrannt. Abb. 550, S. 407.

Novecento (it. neunhundert), das zwanzigste Jahrhundert. Den Namen führt auch eine 1926 gegründete Künstlervereinigung, die dem Faschismus nahestand und die Rückkehr zur großen italienischen Vergangenheit proklamierte.

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Ochterveldt, Jacob (Rotterdam 1635 — das. 1710), niederl. Maler; vor allem Genremaler. Er wurde von Pieter de HoocH beeinflußt und durch ihn auch von VERHEER. Er schuf elegante, aber wenig eigenschöpferische Interieurs und Szenen mit musizierenden, spei-senden oder plaudernden Damen und Herren. Die Londoner National Gallery besitzt eine gute Sammlung seiner Arbeiten, sonst ist er vertreten in Berlin (Bettelmusikanten), Hamburg, Kassel, Köln (Gesellschaft beim Brettspiel), Leningrad, New York (Metropolitan) u. a. Abb. 518, 5.400.
Ölmalerei, die gebräuchlichste Maltechnik. Die meisten berühmten und kunsthistorisch bedeutenden Bilder sind Ölbilder. Man trägt auf eine etwas absorbierende Malfläche (meist grundierte, in einen Rahmen gespannte Leinwand oder auch Holz) die Farbe in mehreren Lagen übereinander auf. Das Bindemittel der Farbe ist 01, und zwar üblicherweise Leinöl, doch läßt sich auch Mohn-oder Nußöl verwenden, das länger flüssig bleibt. Andererseits mischt man gelegentlich auch Trockenmittel bei, wenn das Bild rasch trocknen soll. Vermutlich geht das Verfahren, Farbe mit 01 zu binden, schon auf die Antike zurück; die »Erfindung der Ölmalerei« wird seit VASARI den Brüdern van EYCx zugeschrieben. Das stimmt zwar nicht, aber ganz sicher haben sie die Technik verfeinert und besseres Öl benutzt, und sie fand im frühen 15. Jahrhundert in den Niederlanden weite Verbreitung. In Italien ging die Entwicklung dieser Technik langsamer vonstatten; vermutlich brachte Antonello da MESSINA sie erst im zweiten Drittel des 15. Jahrhunderts aus den Niederlanden mit. Es gibt zwei Prinzipien der Ölmalerei: Die PRIMAMALEREI »verzichtet auf komplizierte Untermalungen, mischt den Farbton auf der Palette und trägt ihn unmittelbar auf die Grundierung auf, gleichgültig, ob diese hell oder dunkel gehalten ist. Der Pinsel modelliert gleichzeitig die Form, setzt die Lichter und läßt so auch die > Handschrift( des Künstlers unmittelbar wirken« (Hofstätter). Die andere, schwierigere Technik benutzten vor allem die alten Meister. Der Maler muß dabei zuvor allerlei Vorbereitungen treffen und sein Werk gut durchdenken; er grundiert die Leinwand, fertigt dann eine Vorzeichnung und trägt darauf mehrere monochrome Lagen auf, so daß das Bild

in der Anlage bereits fertig ist — bis auf die Farbe. Sie wird in Schichten auf die Untermalung aufgetragen, diese ist meist in bräunlichen, rötlichen oder Ockertönen gehalten, gibt dem Bild Tiefe und deutet die Lokalfarben an, Kunst » Schauspiel