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| Kunst » Tafelsilber Hochrenaissance. Er arbeitete in Treviso, Bergamo, Venedig und Ancona; 1509 war er im Vatikan tätig, doch ist unbekannt, womit und wie lange er dort beschäftigt war. Seit 1552 lebte er im Kloster Santa Casa in Loreto, zwei Jahre später wurde er Laienbruder. Seine Frühwerke sind entscheidend von Giovanni BELLINI beeinflußt; nach seinem Umzug nach Bergamo und Venedig bewies er fast chamäleonhafte Wandelbarkeit: Sein Werk spie-gelt die Vorbilder BOTTICELLIS, Fra BARTOLOMMEOS, RAFFAELS, CORREGGIOS, GIORGIONES, Kunst » Tafelsilber TIZIANS und zeigt selbst den Einfluß DÜRERS und HOLBEINS; jedoch hat er diese Einflüsse immer sehr persönlich verarbeitet und sich stetig von der episodischen, detaillierten Anschauungsweise des 15. zu der großzügigeren Auffassung des 16. Jahrhunderts weiterentwickelt. Sein Tagebuch (für die damalige Zeit ein seltenes Dokument), das er seit 1538 führte, zeigt einen schwierigen Charakter und spricht auch von materiellen Sorgen. Seine wichtigsten Fresken befinden sich in der Nähe von Bergamo, ausgezeichnete Altarbilder und Bildnisse in Ancona und Umgebung, in Bergamo (Accademia Carrara und Kirchen), Berlin (Zwei Teile eines Altarwerkes: Die Heiligen Sebastian und Christophorus), Brescia, Cambridge/Mass. (Fogg), Cleveland/ Ohio, Dresden (Maria mit dem Kind und dem hl. Johannes von 1518), Edinburgh (National Gallery, Florenz (Uffizi), Jesi, Lenin-grad, London (National Gallery), Loreto, Madrid, Mailand (Brera, Castello, Poldi-Pezzoli), München (Verlobung der hl. Kunst » Tafelsilber Katharina), Neapel, New Orleans, Oxford (Christ Church), Paris (Louvre), Philadelphia ( Johnson), Princeton, Recanati (Museum, Kirchen), Rom (Borghese, Barberini, Kapitolinische Museen, Engelsburg, Doria), Sarasota/Florida, Treviso, Venedig (Accademia, Correr und Kirchen), Washington (National Gallery), Wien (acht Bilder) u. a. Abb. 205, 206, S. 357. Lucas van Leyden (Leiden 1494 — das. 1533), niederl. Maler, Kupferstecher und Zeichner für den Holzschnitt; Hauptmeister der RENAISSANCE in den Niederlanden. Hervorstechend ist die Frühreife seiner Begabung; er war Schüler seines Vaters, von dem keine Werke über-liefert sind, und von Cornelius ENGELBRECHTSZ, Mit Kunst » Tafelsilber dessen Gemälden seine Arbeiten gelegentlich verwechselt werden. Über die Schule von Leiden weiß man nichts. Er heiratete dort im Jahr 1515, traf 1521 in Antwerpen DÜRER und muß um 1522 in die dortige GILDE eingetreten sein. In Middelburg begegnete er MABUSE und bereiste gemeinsam mit ihm 1527 Flandern. Charakteristisch für seine Gemälde sind eine flüssige, genaue Pinselführung und die erstaunlich phantasievolle Farbgebung. Seine zahlreichen HOLZSCHNITTE und die einen Schwerpunkt seines Werkes bildenden KUPFERSTICHE – u. a. Mohammed und der getötete Mönch (1508), Großes Ecce Homo (1510), Der Große Kalvarienberg (1517) – orientieren sich an Dürer und zeigen seine brillante Kunstfertigkeit ebenso wie seinen unerschöpflichen Erfindungsreichtum, der im Thema wie in der Form zum Ausdruck kommt. Er ist vertreten in den Museen von Amsterdam, Berlin (Die Schachpartie; Der büßende Hieronymus; Maria mit dem Kind und Engeln), Boston (Museum), Bremen, Braunschweig, Brüssel, Leiden (Flügelaltar mit dem Kunst » Tafelsilber Jüngsten Gericht, 1526), Leningrad, London (National Gallery), München (Maria mit dem Kinde, der hl. Magdalena und dem Stifter, 1522), Nürnberg, Paris (Louvre), Philadelphia ( Johnson) u. a. Abb. 374, 375, S. 378. Luini, Bernardino (Luino um 1480 — vermutlich Mailand 1532), it. Maler; bedeutendster lombardischer Meister des frühen 16. Jahrhunderts, vor allem, weil er auf profanere, volkstümliche Art genau den Stil LEONARDOS nachahmte, wie es übrigens alle Nachfolger in Mailand zu tun strebten. Er ist 1512 als tätig nachweisbar, doch gibt es im Muse Jacquemart-Andre in Paris ein Bild Luinis, das schon 1507 datiert ist. Die Wissenschaft ist sich über die Echtheit dieser Zuschreibung nicht einig. Bevor er ganz dem Stil Leonardos verfiel, haben ihn offenbar BRAMANTINO und andere Mailänder Maler beeinflußt, das beweisen seine leichten, heiteren Freskenfragmente in Mailand (Brera), Pavia, Paris (Louvre) und London (Wallace) aus einer Villa in Mailand. Seine Kunst » Tafelsilber sehr zahlreichen Bilder befinden sich vor allem in Mailand (Brera, Castello, Poldi-Pezzoli, Ambrosiana, Kirchen), außerdem in Berlin, Cambridge/ Mass. (Fogg), Chiaravalle bei Mailand (ein 1512 datiertes Madonnenfresko), Cleveland/Ohio, Como (Dom), Detroit, Florenz (Uffizi), London (National Gallery, Wallace, Wellington, Courtauld), Lugano (Santa Maria degli Angeli), Minneapolis, Ottawa, Paris (Louvre), Pavia (Museum, Certosa), Philadelphia ( Johnson), Sarasota/Florida, Saronno bei Mailand (Sta Maria dei Miracoli), Washington (National Gallery), Wien (Der kreuztragende Christus; Die Tochter der Herodias mit dem Haupt Johannes' des Täufers) u. a. Abb. 204, S. 356. Lukasbrüder, siehe NAZARENER. Kunst » Tafelsilber Lur5at, Jean (Bruyres 1892 — St. Paul b. Vence 1966), franz. Maler und Entwerfer von Bildteppichen; der bedeutendste Entwurfzeichner für Tapisserien unserer Zeit. Er begann als Maler und wurde von CEZANNE und den KUBISTEN beeinflußt, aber nach seiner Verwundung im Jahr 1914 begann er 1917 Teppichentwürfe zu zeichnen. Er verbrachte einige Jahre in Spanien Kunst » Tafelsilber |