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Genres, beeinflußt. Er begann als Bildnismaler, ging dann zu Stilleben und Blumenstücken über und konzentrierte sich seit ungefähr 1720 ganz auf Tiere, Jagdbilder und Landschaften, gelegentlich malte er auch Bildnisse. König Ludwig XV. berief ihn zum Hofmaler; für ihn malte er die königlichen Jagden, und seit 1726 schuf er Entwürfe für die Gobelinmanufaktur von Beauvais, deren Direktor er 1734 wurde. Seine Zeichnungen zu den Fabeln La Fontaines brachten der Manufaktur Weltruhm; außerdem entwarf er einen Gobelin mit den Jagden Ludwigs XV. Alle seine Werke zeigen eine genaue Beobachtung der Details; er war aber großzügig in der Verteilung von Licht und Schatten und besaß ein gutes Gefühl für Farben. Die größte Sammlung seiner Arbeiten besitzt das Museum in Schwerin. Außerdem ist er vertreten in Barnard Castle (Bowes), Caen, Cambridge/ Mass. (Fogg), Compiegne, Fontainebleau, Kopenhagen, Leningrad (Eremitage), London (Wallace), Marseille, Moskau, New York (Metropolitan), Paris (Louvre, Carnavalet, Muse d'Arts Decoratifs, Petit Palais), Stockholm u. a. Abb. 706, S. 431.
Ouwater, Albert van (tätig in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Haarlem), niederl. Maler; über ihn ist nur bekannt, daß er der Haarlemer Meister war, bei dem GEERTGEN TOT SINT JANS gelernt hat. Einziges gesichertes Werk ist die Auferweckung des Lazarus in Berlin. Von der Tätigkeit Geertgens her gerechnet, dürfte Ouwater ein Zeitgenosse des anderen großen Meisters des niederländischen 15. Jahrhunderts, Borns', gewesen sein. Ein winziges ihm zugeschriebenes Bildfragment besitzt das Metropolitan Museum in New York. Abb. 344, S. 376.
Overbeck, Johann Friedrich (Lübeck 1789 — Rom 1869), dt. Maler; Mitbegründer und bedeutendstes Mitglied der NAZARENER. Gemeinsam mit PFORR gründete er diese Künstlervereinigung im Jahre 1809. Seit 1810 lebte er fast ausschließlich in Rom und malte im Stil des QUATTROCENTO. Wie INGRES, nahm er sich vor allem RAFFAEL zum verehrten Vorbild. Bilder von ihm befinden sich in Assisi (Santa Maria degli Angeli), Basel, Berlin, Köln (Marienkrönung, Dom), Lübeck (Pietä, 1837, Marienkirche), München (Die Madonna mit dem Johannesknaben und der hl. Elisabeth, 1825) u. a. Wandgemälde sind im Casino Massimo (Szenen aus Tassos Befreitem Jerusalem). Abb. 609, S. 414.
Ovile-Meister, Der, siehe UGOLINO-LORENZETTI.
Ozenfant, Amedee (geb. Saint-Quentin 1886), franz. Maler; Schöpfer und Theoretiker des Purismus. 1928 erschien sein Hauptwerk »Art«. Er ging mit seinen Thesen vom KUBISMUS aus und kam mehr und mehr zur Abstraktion. Seit 1938 lebt er in London, in New York hat er eine »Ozenfant School of Fine Arts« gegründet. Bilder von ihm befinden sich in London (Tate), New York (Museum of Modern Arts) und Paris (Musee d'Art Moderne). Abb. 1052, S. 476.

P

P., Pinx., Pinxit (lat. »hat es gemalt«). Diese Bezeichnung steht oft hinter dem Künstlernamen auf Gemälden oder, häufiger noch, auf einem Stich nach einem Gemälde, um die Autorschaft des Originals zu bekräftigen.
Pacheco, Francisco (Barameda 1564 – Sevilla 1654), span. Maler und Kunstschriftsteller; Hauptvertreter des ROMANISMUS in Spanien. Co ANund sein Schwiegersohn VELAZQUEZ haben bei ihm gelernt. Pacheco arbeitete hauptsächlich in Sevilla, und es ist nicht sicher, ob er in Italien gewesen ist, doch besaß er eine große Sammlung von Stichen, u. a. nach MICHELANGELO, VERONESE, DÜRER und Lucas van LEYDEN. Seit 1611 war Velazquez sein Schüler, und in diesem Jahr reiste er nach Madrid und nach Toledo, wo er EL GREco kennenlernte. 1618 wurde er von der Inquisition zum Zensor für Gemälde bestellt, 1619 berief ihn der König zum Hofmaler. Sein Lehrbuch »El Arte de la Pintura«, an dem er dreißig Jahre lang schrieb, vollendete er 1637/38, es erschien erstmals 1649. Pacheco malte vor allem religiöse Gemälde und sehr viele Bildnisse. Die meisten Arbeiten von ihm befinden sich in Sevilla. Er zeichnete auch viele Porträts von Zeitgenossen, hundertsiebzig Blätter erschienen 1599. Abb. 644, S. 418.
Pacher, Michael (Neustift b. Brixen um 1435 – Salzburg 1498), österr. Maler und Schnitzer; stilistisch stand er zwischen der Malerei der späten GOTIK in Deutschland und der Kunst Oberitaliens, vor allem MANTEGNA hat ihn offenbar beeinflußt. Sein Hauptwerk ist der Hochaltar in St. Wolfgang im Salzkammergut, der 1481 voll-endet war, ein spätgotischer Flügelaltar mit reichem Schnitzwerk. Das Mittelbild, eine Marienkrönung, hat Pacher eigenhändig gemalt, die Flügel sind Werkstattarbeit. Um 1483 malte er den großen Kirchenväteraltar für das Kloster Neustift bei Brixen: Bei geschlossenen Flügeln zeigt er in zwei Reihen übereinander Szenen aus der Legende des hl. Wolfgang, geöffnet die vier thronenden lateinischen Kirchenväter Hieronymus, Augustinus, Gregor und Ambrosius (München, Alte Pinakothek). Weitere Werke sind in Köln (Schnütgen-Museum), München (Krönung Mariae, um 1475), Salzburg (Thronende Madonna im Hochaltar der Franziskanerkirche, 1495–1498) und Wien (Belvedere, Kunsthistorisches
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