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Kunst » Tanzschulen er Schüler der Zeichenakademie in Mannheim, 1766 wurde er zum kurfürstlichen Kabinettsmalerer nannt. Um 1768-1770 lebte er in Paris, seit 1793 in München, hier wurde er 1798 Galeriedirektor. Kobells Frühwerke sind beispielhaft für die pastorale Landschaftsmalerei des deutschen ROKOKO, später wurde er, angeregt durch die Holländer des 17. Jahrhunderts, ein Wegbereiter der ROMANTIK. Schwetzingen besitzt eine Landschaft mit Herde und ruhenden Hirten (1773), sie gehört zu einer Folge von sieben Panneaumalereien im Schreibzimmer des Badhauses im Schloßgarten.
Sein Sohn Wilhelm (Mannheim 1766 - München 1853) war Schüler des Vaters und ein bedeutender Schlachtenmaler, daneben malte er Tiere, Landschaften und auch Bildnisse. 1808 wurde er Professor der Münchener Akademie, seit 1792 war er Hofmaler. Kunst » Tanzschulen Wie sein Vater orientierte er sich vornehmlich an den Niederländern. Sein Hauptwerk, Die Belagerung von Kose/ (1808), befindet sich in München.
Koch, Joseph Anton (Obergiebeln/Tirol 1768 - Rom 1839), österr. Maler; malte vor allem heroische Landschaften. Er vertrat eine ausgeprägt romantische Auffassung, aber wie viele andere Künstler war er zugleich vom KLAssIzisMus beeinflußt. 1791 finanzierte ihm ein englischer Gönner eine Italienreise, in Rom begegnete er 1795 CARSTENS und THORWALDSEN. Von 1812 bis 1815 arbeitete er in Wien, dann kehrte er nach Rom zurück und beteiligte sich an der Ausmalung der Villa Massimo (1824-1829) durch die NAZARENER. Seine Landschaften sind in der italienisierenden Manier PoussiNs gehalten, die im frühen 19. Jahrhundert sehr beliebt war, und er selbst sagte, er wolle seinen Landschaftsbildern einen elementaren Charakter geben, wie ihn etwa die Lektüre der Bibel oder Homers vermittelt. Bilder von ihm befinden sich in Berlin, Dresden (Landschaft Kunst » Tanzschulen mit dem hl. Benedikt, 1815; Landschaft mit dem hl. Martin, 1815; Berner Oberland, 1816), Düsseldorf, Köln (Gebirgslandschaft, 1796; Italienische Landschaft mit Kundschaftern aus dem gelobten Land, 1816), Kopenhagen, Karlsruhe, München, Wien und in anderen deutschen und österreichischen Museen. Abb. 604, S. 412.

König, Leo von (Braunschweig 1871 - Tutzing am Starnberger See 1944), dt. Maler; Vertreter des IMPRESSIONISMUS. Von 1889 bis 1895 war er Schüler der Berliner Akademie, von 1895 bis 1897 studierte er in Paris an der Academie Julian, 1900 ließ er sich in Berlin nieder; nachdem der Krieg sein Atelier vernichtet hatte, siedelte er sich in Tutzing an. König war vor allem als Bildnismaler bedeutend, sein breiter und lockerer Farbauftrag ist von den frühen französischen Impressionisten und von TRÜBNER beeinflußt. Bilder von ihm befinden sich Kunst » Tanzschulen in Berlin (Frühstück, 1907), Dresden (Bildnis Käthe Kollwitt, 1941), Düsseldorf (Bildnis seiner Eltern, 1925), Hamburg, Hannover, Nürnberg (Bildnisse Gerhart Haupt-mann, Ernst Barlach, Emil Nolde) u. a.

Kokoschka, Oskar (geb. Pöchlarn 1886), österr. Maler; bedeutender Vertreter des EXPRESSIONISMUS. Er entwickelte in den Jahren zwischen 1908 und 1914 seinen sehr bildlichen expressionistischen Stil, seit 1919 lehrte er an der Dresdener Akademie, wurde durch die Maler der BRÜCKE stark beeinflußt und unternahm von 1924 bis 1931 ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und den Nahen Osten. Von 1931 bis 1933 lebte er in Wien, von 1935 bis 1953 in England. Seine Bildnisse, Landschaften und vor allem die oft aus der Luftperspektive gesehenen Kunst » Tanzschulen Städteansichten (Salzburg, 1950; Blick auf Wien, 1931; Die Elbbrücke in Dresden, 1920) sind in leb-haften Farben und bewegter Pinselführung gemalt. Er malte auch verschiedene Allegorien, Legendenthemen und Bilder visionären Inhalts. Daneben entstanden bedeutende lithographische Folgen. Er ist in den meisten Galerien mit Bildern moderner Meister vertreten, u. a. in Hamburg (Bildnis des Sängers Hjalmar Ennehjelm; Mutter und Kind; Bildnis des Bürgermeisters Max Brauer), Köln (7 Katalognummern, darunter Bildnis Tilla Durieux; Dresdener Neustadt III; Bildnis des Bundespräsidenten Theodor Heuß) und München (Die Auswanderer; Kind mit Blumen und Katze; Venedig, Boote an der Dogana; Salzburg) . Abb. 1015, S. 471.
Kolbe, Georg (Waldheim in Sachsen 1877 - Berlin 1947), dt. Bildhauer ; von 1893 bis 1894 erhielt er an der Dresdener Kunstgewerbeschule eine Kunst » Tanzschulen Ausbildung als Maler und Graphiker; 1897 studierte er an der Akademie in München; 1898 ging er nach Paris und war dann bis 1901 in Rom; hier wandte er sich mehr und mehr der Bildhauerei zu und wurde Schüler des klassizistischen Bildhauers Tuaillon. Seit 1903 war er in Berlin ansässig. Kolbe arbeitete vor allem in BRONZE, stilistisch orientierte er sich an den Klassikern, z. B. an HILDEBRANDT, aber auch an RODIN und den EXPRESSIONISTEN. Seine Tänzerin (1912) in Berlin machte ihn berühmt; mit Vor-liebe schuf er Akte und Bildnisse. Er ist vertreten in Berlin (Kolbe-Museum: Selbstbildnis; Galerie des XX. Jahrhunderts: Bronzekopf Ferruccio Busonis), Dresden (Kauernde Japanerin, 1911; Bildnis Max Slevogt, 1926, und 5 weitere Plastiken), Frankfurt am Main (Adam, 1920; Heine-Denkmal, 1913; Beethoven-Denkmal, 1947) u. a.

Kollwitz, Käthe (Königsberg 1867 — Moritzburg b. Dresden 1945), dt. Malerin und Graphikerin; eine der ausdrucksstärksten Graphikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie heiratete 1891 einen Arzt, wurde in Berlin Kunst » Tanzschulen