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Paris, Schule von (L'Ecole de Paris) . Seit ungefähr 1900 wurde Paris das Mekka für junge Maler aller Länder. PICASSO ist dafür wohl das berühmteste Beispiel. Die Bezeichnung meint die zeitgenössische Malerei und hier vor allem die nicht-gegenständliche, ohne Ansehen der Nationalität: Osteuropäische und deutsche Emigranten, spanische und amerikanische Maler, De Stael, HARTUNG und RIOPELLE, SOULAGES, MANESSIER und DUBUFFET - alle können der Schule von Paris zugerechnet werden.
Parler, Baumeisterfamilie des 14. Jahrhunderts, von großer Bedeutung für die Baukunst der Spätgotik, vor allem in Köln und Süddeutschland. Heinrich Parler war Polier in Köln (daher leitet sich der Name der Familie ab, Parler = Polier) und an der Dombauhütte tätig; 1351 ging er als Baumeister nach Schwäbisch Gmünd und erbaute dort den Hallenchor der Heilig-Kreuz-Kirche im spätgotischen Stil.
Sein Sohn Peter (Gmünd 1330 – Prag 1399) wurde 1353 von Karl IV. nach Prag berufen und übernahm dort als Dombaumeister die Bauleitung an St. Veit, die vor ihm Matthias von Arras innegehabt hatte. Unter Parlers Leitung entstand der 1385 vollendete Domchor. Daneben entwarf er die Pläne für den Chor der Allerbeiligenkirche auf dem Hradschin, die Karlsbrücke (ab 1357) mit dem Altstädter Brückenturm, den Chor der Stadtkirche zu Kolin u. a. 1377 entstand das Grabmal Ottokars I. im Veitsdom, außerdem sind die Grabmäler der Przemysliden im Chorumgang des Domes und 21 Bildnisbüsten weltlicher und geistlicher Persönlichkeiten auf dem Chortriforium (1379–1393) von seiner Hand oder unter seiner Leitung entstanden.
Heinrich Parler war vermutlich ein Bruder Peters und identisch mit einem ebenfalls am Prager Dom beschäftigten Heinrich Behaim Balier (Parlier). Er errichtete den Ostchor der Sebalduskirche in Nürnberg (1361–1372) und entwarf den Schönen Brunnen auf dem Nürnberger Markt-platz (1385–1396).
Parmigianino, Francesco (Parma 1503 – Casalmaggiore 1540), it. Maler und Radierer; Hauptmeister des MANIERISMUS in Italien. Er ist der eleganteste und empfindsamste Vertreter des frühen Manierismus. Schon 1522 wurde er mit der Dekoration des südlichen Querschiffes im Dom zu Parma beauftragt. 1522/23 malte er Fresken in S. Giovanni Evangelista in Parma. In dieser Kirche hatte vor ihm schon CORREGGIO Fresken gemalt, und so stand Parmigianino stilistisch zunächst unter dem Einfluß dieses Vorbilds. Doch bald orientierte er sich auch an PORDENONE und RAFFAEL, 1523 war er in Rom, wurde bei der Plünderung Roms im Jahre 1527, während er gerade an seinem Hl. Hieronymus (National Gallery, London) arbeitete, gefangengenommen, konnte aber nach Bologna fliehen und reiste 1530 über Verona und Venedig zurück nach Parma. In den letzten