Leeds, London (National Gallery), München (sechs Katalognummern, u. a. Allegorie auf die Ehe des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz und der Maria Loisia de Medici), Paris (Louvre), Wien u. a. Abb. 289, S. 369. Pencz, Georg (Nürnberg um 1500 — Leipzig 1550), dt. Maler und Kupferstecher; 1523 wird er zum erstenmal in der Nürnberger GILDE erwähnt. Vermutlich war er ein Schüler DÜRERS und stand wie dieser zugleich unter dem Einfluß der venezianischen Kunst. Seine besten Arbeiten sind Bildnisse in der Art AMBERGERS, die den Stil Dürers mit dem der Venezianer mischen. Mit großer Sicherheit war Pencz auch in Italien und hat vermutlich in Rom studiert, denn seine Bilder mit Darstellungen aus der Mythologie scheinen durch RAFFAEL inspiriert zu sein. Andererseits ist ein Deckengemälde in Nürnberg mehr in der Art von GIuLIo RoMAlvos Mantuaner Fresken gemalt. In den vierziger Jahren wird der Einfluß Italiens auf seinen Porträtstil geringer, vermutlich durch die Einwirkung von HOLBEIN und MASSYS, deren Bilder Pencz kopierte. Außerdem war er auch als Stecher tätig, einige Kupferstiche sind mit G. P. signiert und zwischen 1534 und 1547 datiert. Bilder von ihm sind in Berlin (Venus mit Amor), Braunschweig, Darmstadt, Dresden (Drei Bruchstücke mit einer Anbetung der Könige), Florenz, Köln (Vier Flügel eines Altärchens: Die hll. Johannes der Täufer, Johannes Ev., Christophorus und der Engel Gabriel), Kopenhagen, München, Nürnberg und Wien (Brustbild eines bartlosen älteren Mannes; Brustbild eines bärtigen Mannes). Abb. 588, S. 411. Pentimento (it. pentirsi, widerrufen). Wenn ein Maler im Verlauf seiner Arbeit den ursprünglichen Plan ändert, z. B. die Stellung eines Beines oder anderes, dann schimmert gelegentlich der alte Entwurf der Untermalung (siehe OLMALEREI) durch, und dies nennt man Pentimento. Das gilt manchmal sogar als Echtheitsprobe für ein Gemälde, denn wenn der Maler so offensichtlich sein Konzept verlassen hat, muß es ein Original sein. Das Wort wird manchmal auch allgemein benutzt für die Bemühung, auf einer Zeichnung eine Kontur genau zu fixieren. Permeke, Constant (Antwerpen 1886 — Jabbeke 1952), belg. Maler und Bildhauer; der führende ExPRESSIONIST in Belgien. Er war der Sohn eines Malers und wurde in Brüssel ausgebildet; dann ließ er sich in der Künstlerkolonie Laethem-St. Martin nieder und fand Kontakt zu anderen expressionistischen Künstlern. Dort lebte er von 1902 bis 1912; 1914 wurde er eingezogen, gleich darauf aber verwundet; bis Kriegsende war er in England. 1920 kam er in Berührung mit dem KUBISMUS, aber MILLETS Vorbild regte ihn schließlich zu den Bauern- und Fischerbildern, seinen besten Arbeiten, an. Seit 1929 war er in Jabbeke bei Ostende ansässig, sein Haus ist heute Museum. Er ist vertreten in Antwerpen, Brüssel, London (Tate), Rotterdam u. a. Abb. 1028, S. 472. Permoser, Balthasar (Kammer b. Traunstein 1651 — Dresden 1732), dt. Bildhauer; Hauptmeister des Spät-barock in Dresden. Er war mit Figuren am Bau des
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