Museum : Vermählung Mariae, Geißelung Christi). Abb. 551, S. 407. Padovanino, eigentlich Alessandro Varotari (Padua 1588 – Venedig 1648), it. Maler; Vertreter des Früh-barock in Venedig. Er malte vor allem religiöse Bilder und mythologische und allegorische Gemälde. Padovanino wollte dem aufkommenden MANIERISMUS aus-weichen und orientierte sich deshalb an den Vorbildern der Hochrenaissance, an TIzIAN und VERONESE. So wird sein Stil leicht epigonenhaft und unselbständig. Sein Hauptwerk ist Die Hochzeit zu Kana (Venedig, Accademia). Auch in anderen Museen und in Kirchen Venedigs ist er gut vertreten. Pajou, Augustin (Paris 1730 – das. 1809), franz. Bildhauer; Meister des ROKOKO in Frankreich. Er war ein Schüler von J.-B. LEMOYNE und studierte von 1752 bis 1756 in Rom; er ist vor allem durch seine dekorative Ausgestaltung der Oper in Versailles (1768–1770) bekannt geworden. Daneben machte er sich einen Namen als Porträtist: Büste J.-B. Lemoynes (1758) und Buffons (1773) im Louvre, von Descartes und Bossuet im Institut. 1777 wurde er Aufseher der königlichen Antikensammlung, 1792 Mitglied des Revolutionskomitees, das für die Erhaltung von Kunstwerken zuständig war. Die Marmorstatue Verlassene Psyche (1791; Louvre) steht dem KLASSI-zIsMus nahe. Abb. 717, S. 433. Pala. Italienische Bezeichnung für ein großes Altarbild. Im Gegensatz zur ANCONA kann eine pala aus einer einzigen Tafel bestehen, auf der eine fortlaufende Handlung in mehreren Szenen dargestellt wird, und zwar im selben Bildraum. Auf einem POLYPTYCHON dagegen hat jede Szene oder auch jede Heiligenfigur ihren für sich abgegrenzten Raum. Palamedesz, Anthonie, gen. Stevaerts (Delft 1601 – Amsterdam 1673), niederl. Maler; vor allem Porträtist und Genremaler. Vermutlich war er ein Schüler von Frans HALS; jedenfalls wurde er maßgeblich von ihm beeinflußt. 1621 wurde er Mitglied der Lukasgilde in Delft. Mit Vorliebe malte er Gesellschaftsszenen und galante Szenen. Bilder von ihm befinden sich in Amsterdam (Rijksmuseum), Brüssel, Den Haag, Köln (Gesell-
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