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Kunst » Zeichnen MAREES, die sein Schaffen nachhaltig beeinflußten.

1872 reiste er zum zweitenmal nach Italien und blieb fünf Jahre dort. 1873 half er Marees bei seinen neapolitanischen Fresken. Sein Hauptwerk ist der Kunst » Zeichnen Wittelsbacher Brunnen in München (begonnen 1891). Als Kunstschriftsteller und Theoretiker entwarf er unter dem Einfluß Fiedlers die Grundzüge einer neuen Ästhetik in seiner Schrift »Problem der Form« (1893; 9. Aufl. 1914). Hildebrands realistische Auffassung zeigen die Bildnisbüsten und Standbilder, unter ihnen Nackter Jüngling (1884; Berlin) und ein Brahms. Arbeiten von ihm befinden sich in Berlin, Dresden, Frankfurt, München und anderen deutschen Museen. Abb. 632, S. 416.
Hildebrandt, Johann Lukas von (Genua 1668 – Wien 1745), österr. Architekt; Hauptmeister des Hochbarock in Osterreich. Er war ein Schüler FONTANAS und arbeitete seit 1701 im Dienst des Kaisers in Wien. Sein Barockstil ist, im Gegensatz zum ernsten, strengen Stil FISCHERS VON ERLACH, heiterer, lichter, festlicher und leichter. Sein Haupt- und Meisterwerk ist das Untere und Obere Belvedere in Wien (1714-1724), das Sommerschloß des Prinzen Kunst » Zeichnen Eugen mit den Parkanlagen. Daneben war er u. a. am Umbau von Schloß Mirabell in Salzburg (1728/29) und zuvor von Schloß Pommersfelden beteiligt. 1720 wurde er in den Adelsstand erhoben. Sein frühestes Werk ist vermutlich das Schreyvogelhaus in Breslau (1705).
Hilliard (Hillyarde), Nicholas (um 1547 – London um 1618/19), engl. Maler; der erste große englische Künstler, über den einige Daten bekannt sind. Er war, wie sein Vater, Goldschmied; doch malte er bereits um 1560 Miniaturen. 1570 wird er als Mitglied der Goldschmiedezunft erwähnt; im gleichen Jahr malte er sein erstes datiertes Bildnis Elisabeths I. ; wahrscheinlich war er schon zu dieser Zeit Hofmaler und Goldschmied der Königin; als Goldschmied entwarf er ein großes Siegel für die Krone. Zwischen 1576 und 1578 war er in Frankreich. Seine Kunst » Zeichnen Bildnisminiaturen sind immer vom Goldschmied und vom Maler geschaffen, sie sind als Schmuckstück und als Gemälde gediegen und fein gearbeitet. 01-gemälde können ihm nicht zugeschrieben werden; aber eine kleine Gruppe von Bildnissen zeigt seinen Stil: Das sogenannte Pelikanporträt der Königin Elisabeth (Liverpool) ist das bekannteste. Arbeiten von ihm befinden sich im Besitz des englischen Königshauses, in Cambridge (Fitzwilliam), Cleveland/Ohio, London (National Gallery, National Maritime Museum, Victoria and Albert), New York (Metropolitan) und Oxford (Bodleian Library). Sein Sohn Laurence Hilliard (1582 – nach 1640) war ebenfalls Bildnismaler. Abb. 805, S. 445. Farbtafel 51.
Historienmalerei. Nach akademischer Lehre ist sie die vornehmste Kunst und soll die Strömungen und Ideen der klassischen Geschichte und Mythologie sowie Kunst » Zeichnen der Geschichte des Christentums verallgemeinernd wider-spiegeln. Der Begriff Geschichte umfaßte ursprünglich nur die antike Geschichte und Mythologie. Später waren auch Themen aus dem Bereich der Dichtung als Bildgegenstand zugelassen. Themen der neueren Geschichte,

besonders solche, bei denen zeitgenössische Kleidung an Stelle des zeitlosen Faltenwurfs zu treten hatte, wurden zuerst im späten 18. Jahrhundert in England in die Historienmalerei einbezogen (WESTS Tod des Generals Wolle ist ein typisches Beispiel), Kunst » Zeichnen später auch in anderen Ländern. Die Grundsätze der Historienmalerei wurden von Künstlern wie etwa HAYDON zur alleingültigen Maxime erhoben, aber sie wurden auch in den bedeutendsten Werken von Meistern wie RAFFAEL oder PousslN vertreten.
Hitchens, Ivon (geb. 1893), engl. Maler; Sohn eines Malers; er studierte an den Schulen der Royal Academy, 1940 ließ er sich in Sussex nieder. Das Hauptmotiv seiner Bilder ist die waldreiche Gegend um die Stadt, die er in antinaturalistischer, fast abstrakter und tachistischer Manier, meist in großen rechteckigen Formaten, festhielt. Doch malte er auch Blumen und Figuren. 1954 entstand ein riesiges Wandbild für die English Folk Song and Dance Society, 1963 ein Wandbild für die Universität in Sussex. Er ist vertreten in Aberdeen, Birmingham, Cambridge (Fitzwilliam), London (Tate, Victoria and Albert) und Nottingham, außerdem in vielen amerikanischen Museen. Abb. 977, S. 466.
Hobbema, Meindert (Amsterdam 1638 – das. Kunst » Zeichnen 1709), niederl. Maler; Meister der Landschaftsmalerei in Holland. Er war Freund und Schüler Jacob van RuISDAELS, dem er vor 1659 in Amsterdam begegnete. Seine frühesten Bilder sind 1658 (Detroit) und 1659 (Frankfurt und Grenoble) datiert, und es sind nicht nur viele seiner Gemälde von denen Ruisdaels kaum zu unterscheiden, beide haben gelegentlich auch dieselben Motive und Ansichten gemalt (etwa die sich jeweils entsprechenden Pendants in Amsterdam und Washington). 1668 heiratete er die Magd des Bürgermeisters von Amsterdam, durch Beziehungen seiner Frau bekam er einen niedrigen Posten im städtischen Dienst; seitdem hat er offenbar kaum mehr gemalt. Sein berühmtestes Bild, die Allee von Middelharnis (London, National Gallery), wird üblicher-weise auf das Jahr 1669 datiert und gilt als sein letztes Werk, aber diese Jahreszahl liest man neuerdings als 1689; es gibt noch zwei weitere Bilder aus der Zeit nach 1669 (1671, National Gallery; 1689, Bridgewater), und vermutlich hat er noch andere gemalt, aber nicht mehr datiert. In jedem Falle bleibt unverständlich, wie ein Künstler mit so hohen Gaben freiwillig seine Kunst auf-geben und vierzig Jahre damit zubringen konnte, Wein in Fässer zu füllen. Im Gegensatz zu Ruisdael malte er Kunst » Zeichnen