Kunst » Zeitschriften und Online Magazine Die bedeutendste Sammlung seiner Arbeiten, samt fünf Offiziers- und fünf Gouverneursstücken, besitzt das Frans-Hals-Museum in Haarlem; andere Werke von ihm oder aus seiner Werkstatt sind in Amsterdam (Rijksmuseum), Antwerpen, Baltimore, Berlin (8 Katalog-nummern, u. a. Malle Babbe [Hille Bobbe], Die Hexe von Haarlem), Birmingham (Barber), Boston (Museum), Brüssel, Chicago, Cincinnati, Cleveland/Ohio, Den Haag, Denver, Detroit, Dresden (Bildnis eines jungen Mannes in gelbgrauem Rock und Junger Mann im schwarzen Rock), Edinburgh (National Gallery), Frankfurt (Städel), Hartford/Conn., Houston/Texas, Hull, Kansas City, Kapstadt, Kassel, Köln (Fischermädchen; zwei Bildnisse), Kunst » Zeitschriften und Online Magazine London (National Gallery, Kenwood), München (Bildnis Willem Croes), New York (Metropolitan, Frick), Paris (Louvre), Richmond/Virginia, San Diego/ Kal., St. Louis, Sarasota/Florida (Ringling), Stockholm, Toledo/Ohio, Toronto, Washington (National Gallery), Wien (4 Bildnisse) u. a. Abb. 509, 524, 525, 535, S. 400, 402f., 404.
Hamilton, Gavin (Murdieston House 1723 — Rom 1798), engl. Maler; er war ein schottischer Gutsherr, der in Glasgow einen akademischen Grad erwarb, in den vierziger Jahren nach Rom ging und sich dort als Maler aus bildete. 1753/54 arbeitete er als Bildnismaler in England, dann kehrte er für immer nach Rom zurück, wo er sich als Kunsthändler und Antiquar betätigte. Hamilton stand dem Kreis der Klassizisten um MENGS und WINCKELMANN nahe. Um 1758 Kunst » Zeitschriften und Online Magazine malte er HISTORIENBILDER im Stil PoussrNs; so ist er einer der ersten Vertreter der Kunstprinzipien, die DAVID fünfzehn Jahre später verkündete und die den französischen KLASSIZISMUS ein-leiteten. In Edinburgh (National Gallery) hängt ein ihm zugeschriebenes Bild; seine bedeutendsten Arbeiten befinden sich in der Villa Borghese in Rom, u. a. das Deckengemälde Geschichte des Paris. Abb. 887, S. 454. Harpignies, Henri (Valenciennes 1819 — St. Prive 1916), franz. Maler; Landschaftsmaler unter dem Einfluß COROTS sowie der SCHULE VON BARBIZON. Im hohen Alter malte er in sehr enger Anlehnung an Corots Spätstil. Er war in England populär, vier Bilder hängen in der National Gallery, London. Weitere Werke von ihm in Paris (Abend in der römischen Campagna, 1866; Luxembourg) und vielen anderen französischen Museen sowie in Cambridge/Mass., Lüttich, Minneapolis, New York (Metropolitan) u. a. Abb. 766, S. 439. Kunst » Zeitschriften und Online Magazine Hartung, Hans (geb. Leipzig 1904), dt. Maler; er begann als EXPRESSIONIST, wandte sich aber seit 1922 der ab-strakten Malerei zu, bestärkt durch die Werke KANDINSKYS, die er 1925 kennenlernte. Seit 1935 lebte er in Paris; er kämpfte in der Fremdenlegion; 1944 verlor er bei Belfort ein Bein. Hartung ist seit 1945 französischer Staatsbürger. Seine Gemälde sind ein Netzwerk kalligraphischer, meist dunkler Linien auf hellem Bildgrund. Sie haben keine Titel, sondern nur Chiffren, etwa T 54 --16, d. h. Toile (Leinwand), 1954, Nummer 16. Er ist vertreten in Basel, Grenoble, Hamburg (Komposition T 55—17), Köln (Komposition), New York (Guggenheim), Paris (Musee d'Art Moderne) und Philadelphia. Abb. 1094, S. 482. Kunst » Zeitschriften und Online Magazine Haydon, Benjamin Robert (Plymouth 1786 — London 1846), engl. Maler; Vertreter der HISTORIENMALEREI in England. Wie BARRY wollte auch Haydon eine reine Historienmalerei in dem großen Stil verwirklichen, den REYNOLDS in seinen »Discourses« umrissen hatte. Durch unermüdliche Propaganda zwang er Regierung und Adel, sich den neuartigen Gedanken zu eigen zu machen, daß die Förderung der Künste aus sozialen Gründen wünschenswert sei, und es war zum Teil sein Verdienst, daß sich die Regierung 1816 zum Ankauf der Elgin Marbles entschloß (Sammlung von Plastiken des Parthenons in Athen, die Lord Elgin 1803 nach Kunst » Zeitschriften und Online Magazine London überführen ließ; heute Grundbestand des British Museum). Bilder von Haydon befinden sich in London (National Portrait Gallery, Tate); aufschlußreichstes Lebensdokument ist seine Selbstbiographie (»Autobiography and Memoirs«). Abb. 910, S. 457. Hayman, Francis (Exeter 1708 — London 1776), engl. Maler und Radierer; er war Dekorationsmaler für das Londoner Drury-Lane Theater, Gründungsmitglied der Royal Academy (1768) und später ihr erster Bibliothekar. Er malte verschiedene kleine Gruppenbildnisse, die GAINSBOROUGH (der vermutlich bei ihm gearbeitet hat) beeinflußten; sein Hauptwerk sind die Dekorationsmalereien für das Vauxhall-Theater (begonnen um 1745) ; zwei dieser Dekorationen befinden Kunst » Zeitschriften und Online Magazine sich im Victoria and Albert Museum, London; sie zeigen das dominierende französische Element seines Stils, das wohl auf seine Freundschaft mit GRAVELOT zurückzuführen ist. Daneben malte er Bilder wie Sir Robert Walpole im Atelier des Malers (London, National Portrait Gallery) und die Auffindung Mosis (1746; London, Coram Foundation, früher im Findelhaus). Abb. 856, S. 450. Heckel, Erich (geb. Döbeln 1883), dt. Maler; Hauptvertreter des EXPRESSIONISMUS. 1904 studierte er in Dresden Architektur; hier begegnete er KIRCHNER und SCHMIDT-ROTTLUFF und gründete gemeinsam mit ihnen die BRÜCKE (1905). Eine Italienreise im Jahr 1909 gab ihm entscheidende Anregungen; FEININGER, MACKE und vor allem MARC, den er 1912 traf und der ihn mit DELAUNAY und dessen KUBISMUS bekannt machte, beeinflußten ihn nachhaltig. 1915—1918 diente er in der Armee und begegnete in Belgien ENSOR Kunst » Zeitschriften und Online Magazine |